Schweiz

Sepp Blatter wird 90: Ein Leben für den Fußball und die Schweiz

Sepp Blatter wird 90 und feiert im kleinen Kreis in Visp mit Familie und Freunden. Geistig fit reflektiert er sein Leben, spricht über Sudoku, Nelson Mandela und die Bedeutung von Frieden, Liebe und Zusammenhalt in der Familie. Die Ära Blatter bei der FIFA war allerdings auch von Klagen, Korruption und Krisen geprägt.
Sepp Blatter wird 90: Ein Leben für den Fußball und die SchweizQuelle: Sputnik © Konstantin Chalabov

Sepp Blatter feiert seinen 90. Geburtstag in Visp, dem Ort seiner Kindheit, im Kreis von 70 bis 80 Familienmitgliedern und engen Freunden. Organisiert wird die Feier von seiner Tochter Corinne, die für Blatter die wichtigste Gastgeberin ist. Der ehemalige FIFA-Präsident betont, dass es ihm nicht um große öffentliche Events gehe, sondern um das Zusammensein mit seinen Liebsten.

Im Interview mit Schweizer Medien zeigt sich Blatter geistig agil und zufrieden mit seinem Leben. Statt über Fußball zu sprechen, widmet er sich Sudoku und erinnert an Persönlichkeiten wie Nelson Mandela, dessen Botschaft des Verzeihens ihn nachhaltig geprägt hat. Blatter wünscht sich, dass in der Familie Frieden, Liebe und gegenseitiger Respekt herrschen, während Hass, Neid und Eifersucht keinen Platz finden.

Sein größtes Geschenk sei die Möglichkeit, seine Leidenschaft für Fußball zu seinem Beruf gemacht zu haben – trotz der Skepsis seines Vaters. Stolz ist Blatter auf seine Familie, insbesondere Tochter Corinne, ihren Ehemann Dominik und seine Enkelin Selina. Für die Zukunft wünscht er sich, die nächsten Jahre in guter Gesundheit zu erleben. Sein Arzt schätzt, dass sein Herz bis 100 schlagen könnte, solange er Maß hält.

Trotz jahrelanger Kontroversen und öffentlicher Kritik bleibt Blatters Einfluss auf den internationalen Fußball unbestritten. Unter seiner Leitung wuchs die FIFA zu einer globalen Organisation, die den Fußball weltweit prägte und soziale wie kulturelle Aspekte in den Vordergrund stellte. Blatter sieht sich weniger als Funktionär, sondern als Sportmanager mit einer Vision, die den Sport demokratisierte und global zugänglich machte.

Als Walliser, Offizier der Schweizer Armee und Uhrenfachmann trug Blatter wesentlich dazu bei, das internationale Ansehen der Schweiz zu stärken. Kritische Stimmen begleiteten ihn zeitweise in der Heimat und international, doch seine Leistungen als Visionär, Diplomat und Impresario bleiben anerkannt. Er habe Verantwortung übernommen, auch dort, wo persönliche Schuld nicht bestand, und den modernen Fußball zu einem globalen Phänomen gemacht.

Blatter reflektiert in seinem Jubiläumsinterview über Kindheitserinnerungen, frühe Schulerfolge und seine prägende Beziehung zu Mutter und Vater. Seine Lebensmaxime lautet, jeden Tag als Festtag zu sehen und Freundschaften zu pflegen. Zum Geburtstag wünscht er sich vor allem innere Zufriedenheit, die Wertschätzung seiner Leistungen und die Zeit, das Leben mit der Familie zu genießen.

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