Schweiz

SVP fordert Abschaffung des Bleiberechts für vorläufig Aufgenommene

Die SVP verstärkt ihre Kritik am Bleiberecht für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge und fordert die ersatzlose Streichung dieses Status. Die Partei argumentiert, dass die vorläufige Aufnahme ein Einfallstor für den Missbrauch des Asylsystems sei und die Schweiz an Attraktivität für Migranten verlieren müsse.
SVP fordert Abschaffung des Bleiberechts für vorläufig AufgenommeneQuelle: Sputnik

Die SVP hat eine neue politische Initiative ins Leben gerufen, die das Bleiberecht für vorläufig aufgenommene Kriegsflüchtlinge in der Schweiz vollständig abschaffen will. Aktuell dürfen etwa 20 Prozent der Asylsuchenden, deren Gesuche abgelehnt wurden, dennoch im Land bleiben. Die SVP kritisiert diesen Status als Einladung zur illegalen Migration und fordert eine strengere Kontrolle der Landesgrenzen.

Vorläufig Aufgenommene sind Personen, die kein Asyl erhalten, aber auch nicht in ihre Heimatländer zurückgeschickt werden können. Gründe hierfür sind oftmals drohende Verfolgung, Folter oder Todesstrafe. Die SVP sieht in der vorläufigen Aufnahme jedoch eine Schwächung des Schweizer Asylsystems und argumentiert, dass dieser Status missbraucht werde, um dauerhaft in der Schweiz zu bleiben.

Die SVP-Initiative stößt auf heftige Kritik seitens Experten und Menschenrechtsorganisationen, die vor schwerwiegenden rechtlichen und humanitären Folgen warnen. Sie argumentieren, dass viele Betroffene in die Irregularität gedrängt würden, was bedeute, dass sie ohne rechtlichen Status und ohne Integrationsmöglichkeiten in der Schweiz verbleiben müssten. Die SVP hält diese Bedenken jedoch für weit fern von der Realität und betont, dass die Initiative darauf abziele, Missbrauch im Asylsystem zu verhindern.

Ein weiteres, von Kritikern angeführtes Problem ist die potenzielle Belastung der internationalen Beziehungen, insbesondere zu den europäischen Nachbarländern. Sie befürchten, dass eine generelle Ablehnung von Kriegsflüchtlingen das europäische Asylsystem destabilisieren und das Dublin-Abkommen gefährden könnte.

Die SVP hingegen sieht das Dublin-Abkommen als bereits gescheitert an und betont, dass die Schweiz ihre eigene, strengere Asylpolitik durchsetzen müsse, um ihre Attraktivität für Migranten zu verringern.

Kritiker werfen der SVP vor, ihre Initiative würde mehr Chaos als Ordnung ins Schweizer Asylsystem bringen. Sie argumentieren, dass die Umsetzung rechtlich schwierig und politisch umstritten sein könnte. Die SVP weist solche Vorwürfe als unrealistische Schreckensszenarien zurück und unterstreicht die Notwendigkeit einer klaren und konsequenten Reform.

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