Schweiz

Russische Botschaft in der Schweiz kritisiert die Auslieferung eines Geschäftsmanns an die USA

Eine heute veröffentlichte Pressemitteilung der Russischen Botschaft in Bern kritisiert die Schweizer Justiz und sieht eine fortdauernde Verfolgung russischer Staatsbürger in Drittländern durch Washington.
Russische Botschaft in der Schweiz kritisiert die Auslieferung eines Geschäftsmanns an die USAQuelle: Gettyimages.ru © Racide / iStock / Getty Images Plus

Die Botschaft der Russischen Föderation in Bern veröffentlichte am Sonntag eine Pressemitteilung, mit der sie die Entscheidung des Eidgenössischen Bundesamtes für Justiz, den Geschäftsmann und russischen Staatsangehörigen Wladislaw Kljuschin an die USA auszuliefern, kommentiert.

Man bedauere diese Entscheidung und deren schnelle Vollziehung, führt die Botschaft aus. Die Schweizer Behörde habe sowohl die Anträge und Eingaben der Verteidiger außer Acht gelassen, als auch die diplomatische Note vom 17. Dezember 2021. Unbeachtet geblieben ist insbesondere der politische Hintergrund der Strafverfolgung in den USA. Das Auslieferungsersuchen der Generalstaatsanwaltschaft der Russischen Föderation sei grundlos abgelehnt worden. 

Die Pressemitteilung endet mit der Feststellung, dass die Auslieferung Kljuschins eine weitere Episode einer schon länger andauernden "Jagd" Washingtons auf russische Staatsbürger in Drittländern ist.

Kljuschin war am 21. März 2021 im Kanton Wallis auf ein Ersuchen der USA hin festgenommen und in Auslieferungshaft versetzt worden. Seine Auslieferung ist am 18. Dezember erfolgt, nachdem das Bundesgericht am 10. Dezember die Berufung seiner Anwälte gegen die Auslieferungsentscheidung abgewiesen hatte.

Die US-Justiz wirft dem Gründer der IT-Firma "М13" vor, zusammen mit mehreren Mittätern Insiderhandel in zweistelliger Millionenhöhe betrieben zu haben.

Mehr zum Thema - Berliner Gericht stimmt Auslieferung des russischen DJs Denis Kasnatschejew in die USA zu

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team