Russland

Russland schafft Krisenfonds in Höhe von 3,6 Milliarden Euro zur Wirtschaftsstabilisierung

Russlands Regierungschef Michail Mischustin hat verkündet, dass Moskau einen Krisenfonds in Höhe von ungefähr 3,6 Milliarden Euro einrichten wird. Dieser soll die Wirtschaft und Bürger des Landes inmitten der globalen Coronavirus-Pandemie unterstützen.
Russland schafft Krisenfonds in Höhe von 3,6 Milliarden Euro zur WirtschaftsstabilisierungQuelle: Sputnik © Dmitri Astachow

Der russische Premierminister Michail Mischustin hat am Montag die Einrichtung eines Krisenfonds in Höhe von 300 Milliarden Rubel (ungefähr 3,6 Milliarden Euro) angekündigt. Dieser soll die Wirtschaftssektoren und Bürger des Landes inmitten der globalen Coronavirus-Pandemie unterstützen. Während einer Sitzung des Koordinierungsrates der Regierung zur Bekämpfung der Ausbreitung von COVID-19 erklärte der Regierungschef:

Wir haben eine Reihe von vorrangigen Maßnahmen entwickelt. Ich halte es für notwendig, heute eine Reihe von Maßnahmen zu ergreifen, um die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Wirtschaft des Landes und das Leben der Menschen zu verhindern.

Der Premierminister sagte, dass die Regierung in Kürze eine Hotline und ein Online-Warnsystem für die Bürger (auch über soziale Netzwerke) einrichten wird, um sie mit den neuesten Informationen über die Verbreitung des Coronavirus zu versorgen.

Darüber hinaus sollen ständig aktuelle Nachrichten über die Zahl der Patienten und der Genesenden veröffentlicht werden, so Mischustin.

Laut dem Premier begrenzten die aktiven Präventivmaßnahmen, die von den russischen Behörden im Februar ergriffen wurden, den Ausbruch des Coronavirus in Russland. Er versprach, dass der Staat weitere umfassende Maßnahmen ergreifen wird, um die massenhafte Verbreitung der Infektion zu verhindern.

Bisher liegen in Russland 114 Fälle von Coronavirus-Infektionen vor, wobei die meisten in Moskau aufgetreten sind. Russland hat den Flugverkehr mit den EU-Ländern eingeschränkt und die Einreise von Ausländern über seine Grenzen zu Polen und Norwegen ausgesetzt. Ebenso ausgesetzt wurde der Eisenbahnverkehr zwischen Lettland, Moldawien und der Ukraine. Am Montag gab die russische Regierung bekannt, dass die Grenze zu Weißrussland ebenfalls geschlossen wurde.

Mehr zum Thema - Mischustin: Regierung soll bis Februar Pläne zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung erstellen