
Dritter Wahltag in Russland: Kiew führt groß angelegten Drohnenangriff auf Moskau durch

Am dritten und letzten Tag der Parlamentswahl in Russland hat es den bislang umfangreichsten ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau und das Umland gegeben. Dies teilte der Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin mit.
Nach seinen Angaben seien seit dem Vortag auf verschiedenen Flugrouten mehr als 1.600 unbemannte Fluggeräte der ukrainischen Truppen abgefangen worden, darunter etwa 450 im Anflug auf Moskau. Der Bürgermeister erklärte, Ziel des Angriffs sei es gewesen, die Staatsduma-Wahl zu stören. Dies sei jedoch nicht gelungen.

Zugleich berichtete er, dass mehrere Drohnen auch das Gelände einer Moskauer Ölraffinerie erreicht hätten. Eine weitere Drohne sei in ein Wohnhaus eingeschlagen. Todesopfer habe es dort nicht gegeben.
Der Gouverneur der Region Moskau, Andrei Worobjow, hatte zuvor vermeldet, dass bei dem massiven Drohnenangriff auf die Hauptstadtregion zwei Zivilisten getötet worden seien. Zudem seien 20 Menschen verletzt worden, darunter drei Kinder. 15 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden.
Nach Angaben der Regionalbehörden wurden in mehreren Orten Wohngebäude beschädigt, darunter Mehrfamilienhäuser und Privathäuser in Ramenskoje, Sofjino, Orechowo-Sujewo, Kotelniki, Istra, Kolomna, Jegorjewsk, im Leninski-Bezirk und in Lytkarino. Die Behörden kündigten an, die Schäden zeitnah zu beseitigen. Derzeit würden die betroffenen Wohnungen und Häuser erfasst.
Die Chefredakteurin der Mediengruppe Rossija Sewodnja und des TV-Senders RT, Margarita Simonjan, bot den Betroffenen Unterstützung an.
In Russland läuft derzeit der dritte und abschließende Tag der Wahl zur unteren Kammer des Parlaments. Die Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, hatte zuvor erklärt, dass äußere Gegner den Wahlprozess nicht verhindern könnten.
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