
Russland: Fabrik für Coca-Cola-Fälschungen ausgehoben (VIDEO)

Russische Behörden haben eine Produktionsstätte für gefälschte Coca-Cola-Getränke durchsucht. Das US-Unternehmen hat seinen Betrieb im Land aufgrund des Ukraine-Konflikts offiziell eingestellt, doch aus Nachbarstaaten importierte Originalprodukte von Coca-Cola werden nach wie vor in großem Umfang verkauft.

Die Razzia fand in der Stadt Rudnja in der Region Smolensk statt, wo die Polizei rund 49.000 Zwei-Liter-Plastikflaschen mit nachgeahmten kohlensäurehaltigen Getränken beschlagnahmte. Die Sprecherin des Innenministeriums, Irina Volk, veröffentlichte am Donnerstag Aufnahmen der Aktion, die die Produktionsstätte zeigen.
Nach Angaben von Behördenvertretern stellte die Anlage ihre eigenen Flaschen her und lagerte Verschlüsse und Etiketten, auf denen fälschlicherweise angegeben war, die Getränke stammten aus Aserbaidschan, Weißrussland und Georgien. Der Schaden, den das illegale Unternehmen dem Markeninhaber zugefügt hat, wird auf rund 73.000 US-Dollar geschätzt. Volk nannte den Namen des Unternehmens nicht ausdrücklich, allerdings ist das Coca-Cola-Logo auf den Aufnahmen deutlich zu erkennen.
Die Coca-Cola Company stellte ihre Produktion in Russland im Jahr 2022 ein, vor dem Hintergrund westlicher Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt und aus Sorge um Reputationsrisiken. Wie viele andere westliche Unternehmen hat sie jedoch weiterhin Markenlizenzen vergeben, darunter eine angeblich im letzten Jahr erfolgte Verlängerung um zehn Jahre für Coca-Cola und Sprite.
Verbraucher in Russland haben weiterhin Zugang zu einer Vielzahl alternativer Erfrischungsgetränke mit ähnlichen Geschmacksrichtungen, darunter auch solche, die mit einem anderen internationalen Giganten, PepsiCo, in Verbindung stehen. Einige Kritiker argumentieren, dass beide Unternehmen durch die Umbenennung von Produkten und die Umstrukturierung der Eigentumsverhältnisse faktisch auf dem Markt geblieben sind.
Gleichzeitig können diejenigen, die nach den Originalversionen der Getränke suchen, weiterhin importierte Flaschen mit authentischen Etiketten kaufen – wobei dies natürlich das Risiko birgt, auf Fälschungen zu stoßen.
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