Russland

Noch einige Dutzend Städte: Der "Goldene Ring" wächst um das Sechsfache

Der "Goldene Ring", die legendäre Route durch alte russische Städte, wird zum 60-jährigen Jubiläum dieses Tourismusprojekts erweitert. Es werden umfangreiche Investitionen in die Restaurierung historischer Objekte sowie in die Verkehrsinfrastruktur der Region erwartet.
Noch einige Dutzend Städte: Der "Goldene Ring" wächst um das SechsfacheQuelle: Sputnik © RIA Nowosti / Ekaterina Tschesnokowa

Die bei ausländischen Touristen beliebteste Route durch Russland wird ein Update erhalten und soll erheblich ausgebaut werden. Dabei sollen sowohl alte Städte, die bereits heute von Touristen stark frequentiert werden, als auch solche, die bei Massentouristen noch nicht so bekannt sind, einbezogen werden. Die Route, die in der Sowjetzeit ins Leben gerufen wurde, umfasst heute acht Städte: Wladimir, Iwanowo, Kostroma, Pereslawl-Salesski, Rostow Weliki, Sergijew Posad, Uglitsch, Susdal und Jaroslawl, das zur Hauptstadt des Goldenen Rings geworden ist.

Zum 60-jährigen Jubiläum der Touristenroute im Jahr 2027 werden 49 Ortschaften in den Regionen Wladimir, Iwanowo, Kostroma, Moskau, Nischni Nowgorod, Twer und Jaroslawl in die Strecke aufgenommen, teilte die russische Regierung mit. Vizepremier Dmitri Tschernyschenko erklärte beispielsweise, dass

"eine solche Erweiterung zusätzlich zur Steigerung der touristischen Attraktivität der Regionen des Goldenen Rings und zur Erreichung des von unserem Präsidenten gesetzten Ziels beitragen wird, bis zum Jahr 2030 den Anteil des Tourismus am BIP des Landes auf 5 Prozent und die Zahl der Touristenreisen auf 140 Millionen zu steigern."

Teil des Goldenen Rings werden der berühmte fünfstöckige Glockenturm der Nikolskathedrale in Kaljasin, der im Uglitsch-Stausee in der Region Twer versunken ist. Außerdem die alte Stadt Pljos an der Wolga, und Wyska – Schmiede der Metallurgie und wichtiger kultureller Ort des Wolga-Gebietes.  Darüber hinaus Nerechta (ein Freilichtmuseum), die berühmten Zentren der Lackminiaturmalerei Palech und Choluj, das Keramikzentrum Gschel und viele andere. Das Budget des Projekts und die Finanzierungsquellen wurden laut The Art Newspaper noch nicht bekannt gegeben. Sie müssen jedoch beträchtlich sein, da mit hohen Kosten für die Restaurierung historischer Objekte, den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und den Bau von Hotels und Restaurants zu rechnen ist. Aber ebenso mit einem enormen Zustrom von Reisenden.

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