Russland

Britische Raketen? Ukrainischer Angriff trifft russische Stadt in 1.400 Kilometern Entfernung

Ukrainische Drohnen, beladen mit polnischem Sprengstoff, haben die Stadt Wotkinsk im Industriezentrum Udmurtien angegriffen. Dabei wurden elf Menschen verletzt. Die russische Region liegt mehr als 1.400 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.
Britische Raketen? Ukrainischer Angriff trifft russische Stadt in 1.400 Kilometern Entfernung© Telegram-Kanal Dwa Majora

In der Nacht zum Samstag, dem 21. Februar, wurde die Republik Udmurtien von den ukrainischen Streitkräften mit Drohnen angegriffen. Diese russische Region liegt 1.400 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Bei dem Angriff wurden elf Menschen verletzt. Der Gesundheitsminister der russischen Teilrepublik, Sergei Bagin, teilte auf seinem Telegram-Kanal mit:

"Acht Verletzte wurden von Ärzten untersucht und zur ambulanten Beobachtung entlassen."

Zwei Patienten wurden mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, einer davon befindet sich in kritischem Zustand. Letzterer wurde von einem Rettungshubschrauber in die Erste Republikklinik gebracht und dort operiert.

Der Leiter der Region, Alexander Bretschalow, bestätigte den Angriff. Seinen Angaben zufolge wurde ein Objekt auf dem Territorium der Republik beschädigt.

Ziel des Angriffs der ukrainischen Streitkräfte war Wotkinsk. Die Einwohner der udmurtischen Stadt berichteten von mindestens drei Explosionen. Danach stieg in einem Stadtteil Rauch auf.

Der Telegram-Kanal SHOT fand heraus, dass die ukrainischen Streitkräfte FP-1-Drohnen mit einem zusätzlichen Kommunikationsrelais, das die Flugreichweite erhöht, von Charkow und Tschernigow aus gestartet hatten. Die Drohnen legten mehr als 1.700 Kilometer zurück. Der Telegram-Kanal berichtete:

"Eine davon wurde beim Anflug auf die Region zerstört. Die Kamikaze-Drohne hatte eine Kampfladung von vorläufig bis zu fünf Kilogramm Plastiksprengstoff C4 mit einer Beschriftung in polnischer Sprache."

Nach öffentlich zugänglichen Informationen könnte das Werk in Wotkinsk die Produktion von Interkontinentalraketen vom Typ "Topol-M" sowie von Raketensystemen vom Typ "Iskander-M" und "Oreschnik" beherbergen. Ob das Werk Ziel des Angriffs war und ob dort Explosionen zu hören waren, ist nicht bekannt.

Möglich ist, dass der Angriff mit Langstreckenraketen vom Typ "Flamingo" durchgeführt worden sein könnte.

Am 12. Februar berichtete das russische Verteidigungsministerium in einem Frontbericht über den Verlauf der militärischen Sonderoperation, dass die ukrainischen Streitkräfte Russland mit den neuesten "Flamingo"-Raketen angegriffen hätten. Fünf dieser Ziele seien durch Luftabwehrmittel abgefangen worden.

Es handelt sich um eine der modernsten ukrainischen Entwicklungen. Die Waffe wurde am 18. August 2025 offiziell vorgestellt und als neueste ukrainische Rakete angekündigt, deren Aufgabe es ist, tief in Russland zuzuschlagen. Experten behaupten jedoch, dass "Flamingo" eine exakte Kopie der britischen Rakete "FP-5" ist, die von der Milanion Group entwickelt wurde.

Der russische Militärblogger Wojewoda fand heraus, dass es dem Flugabwehrraketensystem "Buk" im Oktober 2025 erstmals gelang, eine "Flamingo" abzufangen, die mit einer Geschwindigkeit von 600 Kilometern pro Stunde flog. Er berichtete, dass die Rakete ein leichtes Ziel für das russische Luftabwehrsystem war, merkte jedoch an, dass die Produktion solcher Raketen in großen Stückzahlen dem russischen Militär Unannehmlichkeiten bereiten könnte.

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