Russland

Rosnedra: Russland baut seine Gold- und Silberreserven in hohem Tempo auf

Russland baut seine Edelmetallreserven schneller auf, als sie abgebaut werden, so die staatliche Behörde Rosnedra. Das ist besonders wichtig in Zeiten geopolitischer Turbulenzen, in denen Edelmetalle die einzigen zuverlässigen Vermögenswerte bleiben.
Rosnedra: Russland baut seine Gold- und Silberreserven in hohem Tempo aufQuelle: Sputnik © RIA Nowosti

Russland weist eine Wachstumsrate bei den Edelmetallreserven auf, die deutlich über dem aktuellen Fördervolumen liegt, erklärte Oleg Kasanow, Leiter der russischen Behörde für Bodenschätze Rosnedra, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Bei Gold betrug der Zuwachs 542 Tonnen, während die Förderung für 2024 bei 477,6 Tonnen gelegen hatte. Eine ähnliche Situation ist im Silberbereich zu beobachten, berichtet die Behörde: Bei einer Förderung von 2.400 Tonnen gelang es dem Staat, seine Reserven um 4.400 Tonnen zu erhöhen.

Die Effizienz der geologischen Erkundungsarbeiten wird auch durch die Daten der Staatlichen Kommission für Reserven bestätigt, die auf eine systematische Erweiterung des Rohstoffpotenzials des Landes hinweisen. "Wir bauen unsere Rohstoffbasis mit überdurchschnittlicher Geschwindigkeit wieder auf", betonte Oleg Kasanow.

Dabei gibt es mehrmals im Jahr Nachrichten über die Entdeckung neuer Edelmetallvorkommen in Russland. So berichteten die Medien unter Berufung auf die Pressestelle von Rosnedra kürzlich, dass im Jahr 2025 im Gebiet Murmansk zum ersten Mal ein Goldvorkommen entdeckt wurde. Die geologischen Erkundungsarbeiten werden von Bergbauunternehmen ohne Mittel aus dem Bundeshaushalt durchgeführt, wie in der Mitteilung außerdem betont wurde.

Im Oktober 2025 schrieb die US-Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der Silberpreis an der Londoner Börse seit Jahresbeginn um 70 Prozent gestiegen, während Gold um 55 Prozent teurer geworden sei. Beide Edelmetalle erfreuen sich derzeit einer erhöhten Nachfrage seitens der Anleger, die sich in Zeiten wirtschaftlicher Instabilität und Währungsabschwächung für Investitionen in diese Metalle entscheiden. Die Hauptgründe für den starken Anstieg des Goldpreises waren laut Analysten die Nervosität der Investoren hinsichtlich der Folgen der Zollkriege von US-Präsident Donald Trump sowie die zunehmenden Spannungen auf internationaler Ebene, die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und die anhaltende Schwäche des US-Dollars gegenüber den Währungen der größten Volkswirtschaften. Daher werden die Preise für Gold und Edelmetalle nach Prognosen von Analysten im gesamten Jahr 2026 weiter steigen. So erklärte der Finanzexperte Maxim Molderf, Generaldirektor des Dienstes Moneymatika.ru, in einem Gespräch mit dem Portal Gaseta.ru:

"Im Jahr 2025 erzielte Gold ein sehr starkes Ergebnis: Die Notierungen stiegen um etwa 60 Prozent und erreichten mehrmals historische Höchststände. Dieser Sprung lässt sich durch mehrere Faktoren erklären: Die Abschwächung des US-Dollars, die allgemeine Nervosität in der Welt und die Tatsache, dass die Zentralbanken aktiv Gold für ihre Reserven kaufen."

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