
Peskow: In der Ukraine wächst Wunsch nach Frieden mit Russland

In der Ukraine wächst laut dem Kreml die Zahl der Menschen, die ein Ende des Konflikts zu den Bedingungen Moskaus befürworten. Dies erklärt Kremlsprecher Dmitri Peskow unter Verweis auf aktuelle Umfragen. Demnach sei ihr Anteil seit dem Jahr 2022 von vier auf 16 Prozent gestiegen. Laut der Nachrichtenagentur RBK sagte Peskow:
"Es gibt eindeutig eine Kriegsmüdigkeit. Das ist höchstwahrscheinlich eine stabile Tendenz, und die Zahl solcher Menschen wird weiter zunehmen."
Er reagierte damit auf Aussagen von Jewgeni Golowacha, dem Direktor des Instituts für Soziologie der Nationalen Akademie der Wissenschaften der Ukraine. Dieser hatte eine wachsende Bereitschaft in der Bevölkerung festgestellt, den Konflikt zu den Bedingungen Russlands zu beenden.
Peskow unterstrich zugleich, Russland wolle, dass der Konflikt so bald wie möglich politisch-diplomatisch gelöst werde. Die derzeitige Pause in den Gesprächen sei jedoch nicht Moskaus Schuld. "Unsere Gesprächspartner versuchen nicht, die Gespräche fortzusetzen", erklärte er. Russland bleibe offen für politische Lösungen.

Das westliche Narrativ über einen möglichen Sieg Kiews wies der Kremlsprecher allerdings entschieden zurück. Die Vorstellung, dass die Ukraine den Konflikt gewinnen könne, sei "der größte aller Irrtümer". Die Lage an der Front spreche "eine klare Sprache" und verschlechtere sich für Kiew unvermeidlich.
Europa trage nach Ansicht Peskows dazu bei, "die Ukrainer anzustacheln", indem es den Glauben nährt, Kiew könne seine Ziele militärisch erreichen. Die Lage auf dem Schlachtfeld sei jedoch "sehr dynamisch und spricht Bände über die Aussichten des Kiewer Regimes, die sich von Tag zu Tag unweigerlich verschlechtern werden", so der Kremlsprecher.
Eine Umfrage des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KIIS) zeigte bereits im August, dass das Vertrauen der Ukrainer in Präsident Wladimir Selenskij den dritten Monat in Folge sank – auf 58 Prozent. Als Gründe nannten die Befragten Korruption und den andauernden Krieg. Ende September erklärte Selenskij, ein "guter Kompromiss" in der Territorialfrage sei möglich: Die Ukraine könne künftig über eine Rückkehr der Gebiete sprechen, wenn sie derzeit keine Kontrolle über sie erlangen könne.
Russland bekräftigte, dass es eine Beendigung des Konflikts durch die Beseitigung seiner "Ursachen" anstrebt. Präsident Wladimir Putin nannte als Bedingungen den Abzug der ukrainischen Streitkräfte aus den Volksrepubliken Donezk und Lugansk sowie aus den Regionen Cherson und Saporoschje, den Verzicht Kiews auf einen NATO-Beitritt, die Aufhebung westlicher Sanktionen und die Wahrung der Rechte russischsprachiger Bürger in der Ukraine.
Auch international bleibt die Frage nach einem möglichen Waffenstillstand aktuell. US-Präsident Donald Trump erklärte Anfang November erneut, er wolle den Konflikt "innerhalb weniger Monate" beenden. Als Hindernis nannte er, dass Russland "derzeit einfach nicht aufhören will".
Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass beide Seiten am Ende "vernünftig handeln" und eine Waffenruhe vereinbaren würden. Bei einem Treffen mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im Weißen Haus stimmte Trump zu, dass die Ukraine nur "durch ein Wunder" gewinnen könne.
Kiew wiederum erklärte, die Ukraine sei zu einem "bedingungslosen Waffenstillstand" bereit, sehe jedoch "keine Schritte" Moskaus in Richtung Frieden, so Ministerpräsident Denis Schmygal. Der Kreml bewertete Trumps Bemühungen um Frieden grundsätzlich positiv, betonte jedoch, der Konflikt sei "so komplex, dass er sich nicht über Nacht lösen lässt".
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