Russland

Eremitage-Chef schreibt offenen Brief an ausländische Kollegen: Kulturbrücken sind zu schützen

Der Generaldirektor des staatlichen Eremitage-Museums in Sankt Petersburg hat einen offenen Brief an die Group Bizot, einen Zusammenschluss der Direktoren der größten Museen der Welt, verfasst. Darin betonte er, die kulturellen Brücken seien die zuletzt zu sprengenden.
Eremitage-Chef schreibt offenen Brief an ausländische Kollegen: Kulturbrücken sind zu schützenQuelle: Sputnik © Wladimir Wjatkin

Michail Piotrowski, der Generaldirektor eines der größten und meistbesuchten Museen der Welt, des Eremitage-Museums in Sankt-Petersburg, hat sich in einem offenen Brief an die Group Bizot, einem internationalen Zusammenschluss von Museumsdirektoren, gewandt und erklärt, von den Mitgliedern dieser Gruppe hänge das Schicksal der Sammlungen ab, die sich heute außerhalb Russlands befinden. Der Eremitage-Chef unterstrich, die Kulturbrücken seien die zuletzt zu sprengenden:

"Die Brücken der Kultur sollten die letzten sein, die gesprengt werden. Ich erinnere mich gut daran, wie es meinem Vater und seinen Kollegen in der Sowjetunion und im Westen gelang, diese Brücken während der Zeit des Kalten Krieges zu retten. Heute müssen wir beweisen, dass auch wir sie schützen können."

Die Group Bizot, auch als International Group of Organizers of Major Exhibitions bekannt, bringt regelmäßig die Direktoren der größten Museen der Welt zusammen und bietet einen Ort zum Ideenaustausch. Angesichts des Ukraine-Krieges waren die russischen Museen früher aus der Gruppe ausgeschlossen worden.

Mehr zum Thema - "Nein zum Krieg" – Russische Künstler, Medienleute und Sportler gegen Militäreinsatz

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.