Russland

"Frau ist Frau, Mann ist Mann" – Putin äußert sich zu neuen westlichen Werten

Während der jährlichen großen Pressekonferenz hat Wladimir Putin auch zu den neuen westlichen Werten Stellung bezogen. Seiner Ansicht nach brauche man hier ein Gegengift und sollte die traditionellen Werte fördern. "Frau ist Frau, Mann ist Mann", resümierte Putin.
"Frau ist Frau, Mann ist Mann" – Putin äußert sich zu neuen westlichen WertenQuelle: Sputnik © Sergei Gunejew

Am Donnerstag hat die 17. jährliche Große Pressekonferenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin stattgefunden. Die Fragen der Journalisten umfassten sowohl Corona-Maßnahmen, Wirtschaftssituation und Außenpolitik als auch die Position des Staatschefs zu den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Unter anderem nahm der russische Präsident zu den neuen Werten der westlichen Staaten Stellung und verglich diese mit der Corona-Pandemie: Er sagte, dass sie unaufhaltsam über die modernen Kommunikationswege und das Internet auch nach Russland kommen würden. Seiner Ansicht nach sollte Russland deswegen ein effektives Gegengift finden:

"Wenn jemand meint, dass Frau und Mann das Gleiche sind, nun, okay. Es gibt aber einen gesunden Menschenverstand."

Russland könne sich mit Hilfe traditioneller Werte gegen den "Obskurantismus" des Westens wehren, erklärte der Präsident. Belehrungen und Streitigkeiten seien hingegen kein Mittel, so Putin. Seiner Meinung nach hätten alle Völker Russlands einen "gewissen inneren moralischen Schutz gegen den Obskurantismus":

"Lasst sie machen, was sie wollen. Wir müssen alles Fortschrittliche und Gute für unsere Entwicklung übernehmen. Ich hoffe aber, dass unsere Völker ein tiefes internes Immunsystem gegen derlei Obskurantismus haben."

Außerdem kritisierte Putin die Zulassung biologischer Männer zu Frauensportwettbewerben scharf. Dies werde den Frauensport ruinieren, sagte der russische Staatschef. "Frau ist Frau, Mann ist Mann", resümierte er in diesem Zusammenhang.

Bezüglich der familiären Werte erklärte der Präsident: Erstens müssten Medien, Prominente und gemeinnützige Organisationen den Menschen zeigen, was für ein Glück eine große und einmütige Familie sei, und zweitens müsste auch der Staat Familien mit Kindern finanziell unterstützen. Putin sei sich sicher, dass die Freude, Vater oder Mutter zu sein, viel wichtiger sei als materielle Werte:

"Man sollte nichts aufzwingen. Aber wir müssen alle positiven Aspekte einer großen, freundlichen, schönen Familie zeigen, schildern, wie glücklich es macht, Kinder zu haben, und die Menschen davon überzeugen, dass es auf der Welt und im Leben kein größeres Glück gibt."

Die Aufgabe des Staates bestehe demnach darin, Mütter und Kinder von der Schwangerschaft bis zum Schulabschluss zu unterstützen, unterstrich der Staatschef. Diese Maßnahmen sollten sich dem Präsidenten zufolge später auf die demografische Situation in Russland positiv auswirken.

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