Russland

Nach Amoklauf in Perm: Putin zeichnet Polizisten mit "Orden des Mutes" für Festnahme des Täters aus

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem Polizisten Konstantin Kalinin den "Orden des Mutes" verliehen. Der Mann nahm den Schützen fest, der in der Universität in Perm ein Massaker anrichtete. Die Mutter des Täters beschrieb ihren Sohn als ein perfektes Kind.
Nach Amoklauf in Perm: Putin zeichnet Polizisten mit "Orden des Mutes" für Festnahme des Täters aus© Ministerium für Innere Angelegenheiten der Region Perm

Der Verkehrspolizist Konstantin Kalinin aus Perm ist auf Erlass des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit dem "Orden des Mutes" für die Festnahme des Amokläufers ausgezeichnet worden. Auf der Kreml-Webseite heißt es:

"Für Mut, Tapferkeit und Hingabe, die bei der Erfüllung der Amtspflicht gezeigt wurden, wird der Orden des Mutes an den Polizeiunterleutnant Konstantin Michailowitsch Kalinin verliehen."

Ausgezeichnet wurde auch Kalinins Kollege Wladimir Makarow, der an der Evakuierung von Menschen aus der Universität beteiligt war. Zudem wurde Konstantin Kalinin vorzeitig die Amtsbezeichnung eines Polizeileutnants verliehen und Wladimir Makarow die eines Polizeihauptmanns.

Am Morgen des 20. September eröffnete der 18-jährige Timur Bekmansurow im Gebäude der Staatsuniversität Perm das Feuer. Sechs Menschen wurden bei dem Massaker getötet. Bei der Festnahme leistete der Täter Widerstand und wurde verletzt. Der Verkehrspolizist Konstantin Kalinin traf zusammen mit seinem Kollegen Wladimir Makarow als einer der ersten im Universitätsgebäude ein. Kalinin war es, der den Schützen festnahm.

Die Mutter des Täters sagte bei der Vernehmung, dass ihr Sohn immer davon geträumt hätte, bei der Polizei oder beim Militär zu dienen, dies aber aus gesundheitlichen Gründen nicht verwirklichen konnte. Sie teilte mit, dass ihr Sohn sich schon lange für Waffen interessiert hätte. Er wäre ein "perfektes Kind" gewesen:

"Ich glaube, dass ich ein perfektes Kind hatte, er hat mir immer geholfen. Ich bin sicher, dass er nie Alkohol getrunken oder geraucht hat. Es gab nie irgendwelche psychischen Auffälligkeiten, keine Aggression von seiner Seite."

Derzeit liegt der Täter bewusstlos auf der Intensivstation. Sein Bein wurde amputiert. Im Krankenhaus wird er von 18 bewaffneten Polizisten und zwei Bereitschaftspolizisten bewacht. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, um den Täter vor möglichen Racheversuchen zu schützen.

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