Russland

Kreml: Putin geht in Selbstisolierung nach COVID-19-Fällen im engen Umfeld

Der russische Präsident Wladimir Putin wird sich selbst isolieren, nachdem mindestens eine Person in seinem Umfeld positiv auf das Coronavirus getestet wurde, teilte der Kreml mit. Es wird erwartet, dass er weiterhin per Videoschaltung an Sitzungen teilnimmt.
Kreml: Putin geht in Selbstisolierung nach COVID-19-Fällen im engen UmfeldQuelle: Sputnik © Aleksej Druzhinin

In einer Erklärung, die am Dienstag an Journalisten herausgegeben wurde, wird bestätigt, dass Putin sich isolieren muss. In der Mitteilung heißt es unter anderem:

"Während eines Telefongesprächs mit seinem tadschikischen Amtskollegen Emomali Rahmon sagte der Präsident, dass er im Zusammenhang mit den festgestellten Fällen von Coronavirus in seiner Umgebung das Regime der Selbstisolierung für einen bestimmten Zeitraum einhalten muss."

Putin sollte Ende dieser Woche an einem Gipfeltreffen der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit in Duschanbe (Tadschikistan) teilnehmen, bei dem die Lage in Afghanistan zentraler Tagesordnungspunkt sein wird.

Am Montag hatte sich der russische Präsident mit dem syrischen Staatschef Baschar al-Assad getroffen und nahm gemeinsam mit Verteidigungsminister Sergei Schoigu und General Waleri Gerassimow an Militärübungen in Nischni Nowgorod teil.

Die Nachricht kommt nur einen Tag nach der Erklärung Putins, dass in seinem engeren Kreis eine Reihe von COVID-19-Fällen festgestellt worden sei und er möglicherweise bald Termine absagen müsse, um eine mögliche Ausbreitung des Virus zu verhindern. Sein Sprecher Dmitri Peskow erklärte gestern noch, der Präsident habe sich hypothetisch geäußert, seine Ärzte hätten noch keine entsprechende Anweisung erteilt. Außerdem teilte er mit, der Präsident sei umgehend getestet worden und das Ergebnis sei negativ ausgefallen. Angaben wie lange die Selbstisolierung anhalten soll wurden bisher nicht getätigt. 

Im Frühling war Putin mit dem russischen Impfstoff Sputnik V gegen COVID-19 geimpft worden. Am Dienstag sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow diesbezüglich, eine Impfung schütze zwar, eine Infizierung sei aber trotzdem nicht ausgeschlossen. Erst am gestrigen Abend sollen die Ärzte dem russischen Präsidenten empfohlen haben, sich in Selbstisolation zu begeben. Peskow unterstrich, die Gesundheit von anderen Personen, mit denen sich Putin getroffen hatte, sei nicht gefährdet worden.

Mehr zum Thema - Wladislaw Below: Für Russland ist egal, wer Bundeskanzler wird

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team