Russland

Leiche einer US-Amerikanerin in Russland entdeckt

Eine 34-jährige US-Amerikanerin, die mehrere Tage als vermisst galt, wurde am Samstag tot aufgefunden. Ihre Leiche wurde in der Nähe der russischen Stadt Nischni Nowgorod entdeckt. Der mutmaßliche Täter soll sie in einem Waldgebiet erstochen haben.
Leiche einer US-Amerikanerin in Russland entdecktQuelle: Gettyimages.ru © Rattankun Thongbun

Catherine Serou galt seit vergangenen Dienstag als vermisst. Zuvor hatte sie ihrer Mutter eine letzte SMS geschickt. Darin stand: "In einem Auto mit einem Fremden. Ich hoffe, ich werde nicht entführt", so die Nachrichtenagentur NPR.

Wie ihre Mutter anschließend erklärte, hatte es ihre Tochter eilig, da sie in eine Klinik zurückkehren musste, um eine Zahlung zu tätigen. Deswegen sei sie wahrscheinlich in ein vorbeifahrendes Auto gesprungen, ohne auf ein offizielles Taxi zu warten.

Polizeibeamte und Freiwillige in Nischni Nowgorod, etwa 420 Kilometer östlich von Moskau, durchsuchten daraufhin ein Waldgebiet außerhalb der Stadt, wo Serous Handy zuletzt Empfang hatte. Bei einer umfangreichen Suchaktion wurde die Leiche der Frau am Samstag gefunden, berichtete das russische Untersuchungskomitee. Serou habe Messerstiche erlitten, teilten Medienquellen mit. Die US-Botschaft in Moskau bestätigte ihren Tod.

Die Polizei nahm Berichten zufolge einen Verdächtigen fest, er soll vorbestraft sein. Ermittler machten den Mann mit Hilfe von Verkahrskameras ausfindig, die Serou auf dem Beifahrersitz seines Autos fotografiert hatten. Der 43-Jährige bleibt vorerst bis Mitte August in Untersuchungshaft. Sollte er schuldig gesprochen werden, droht ihm eine lebenslange Haft.

Zu einem Motiv für die Tat und zu weiteren Hintergründen machte die Polizei keine Angaben. Medienberichten zufolge soll der Verdächtigte mit der 34-Jährigen Geschlechtsverkehr gehabt haben, woraufhin diese ihm gedroht haben soll, sie werde ihn wegen Vergewaltigung anzeigen.

Bevor die Frau vor drei Jahren nach Russland zog, hatte sie bei der US-Marine gedient und Berichten zufolge einen Dienst in Afghanistan absolviert. Im Herbst 2019 meldete sich die 34-Jährige für einen Masterstudiengang in Rechtswissenschaften in Nischni Nowgorod an. 

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