Russland

Nach Bericht aus "anonymer Quelle": Russland dementiert Todesfälle nach Sputnik-V-Impfung

Das russische Exekutivorgan, das für die Überwachung und Kontrolle des Gesundheitssystems zuständig ist, hat einen Bericht des Onlineportals "EUobserver" über vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Sputnik-V-Impfung dementiert.
Nach Bericht aus "anonymer Quelle": Russland dementiert Todesfälle nach Sputnik-V-ImpfungQuelle: Gettyimages.ru © SOPA Images

Russland hat Berichte über vier Todesfälle nach der Impfung mit Sputnik V bestritten. Zuvor hatte die Onlinezeitung EUobserver berichtet, eine anonyme Quelle aus Russland hätte die internen Dokumente von der russischen Aufsichtsbehörde für Konsumentenschutz und Gesundheitsschutz über Todesfälle nach der Impfung an die europäische Regulierungsbehörde übergeben. Roszdravnadzor, das russische Exekutivorgan für die Überwachung und Kontrolle des Gesundheitssystems, kommentierte die Vorwürfe wie folgt:

"Wir überwachen ständig die Sicherheit vom Impfstoff zur Vorbeugung von COVID-19. Seit Beginn des Einsatzes haben wir keinen einzigen Todesfall registriert, der auf die Verwendung des russischen Impfstoffes gegen das Coronavirus zurückzuführen ist."

Die Chefin von Roszdravnadzor betonte, Russland verfüge über ein wirksames Pharmaüberwachungssystem, bei dem jeder Mediziner verpflichtet ist, Informationen über alle Fälle von Nebenwirkungen eines Impfstoffes einzugeben. Ebenfalls erklärte der Direktor des Gamaleja-Zentrums, der Entwicklungseinrichtung von Sputnik V, Alexander Ginzburg, er wisse nichts über die vier Todesfälle nach der Sputnik-V-Impfung, über die EUobserver schreibt, oder über andere Todesfälle.

Laut EUobserver sollen kürzlich in Russland vier Menschen gestorben sein, nachdem sie mit dem Sputnik V-Impfstoff geimpft worden waren, und weitere sechs Menschen hatten schwerwiegende Nebenwirkungen. Drei der Verstorbenen waren Frauen im Alter von 51, 69 und 74 Jahren. Die Veröffentlichung enthält keine Dokumente für die vierte Person. EUobserver merkte jedoch an, dass die Zeitung über soziale Netzwerke die vierte Person identifiziert habe. Dies soll eine Krankenschwester eines Krankenhauses in Uljanowsk gewesen sein. In diesem Zusammenhang gab die Europäische Arzneimittel-Agentur am Donnerstag bekannt:

"Wir können bestätigen, dass alle Berichte von der EMA ernsthaft geprüft und bewertet werden."

Mittlerweile geht es in dem Artikel darum, dass die angeblichen Todesfälle mit schon vorher festgestellten Krankheiten von Herz, Lungen oder Blutzucker verbunden und nicht allein durch Sputnik V verursacht worden sein können. Das Material enthält Links zu Fotokopien von drei Berichten über Todesfälle von Patienten, die an die Leiterin der russischen Aufsichtsbehörde Anna Popova gerichtet sind. Die Autoren des Artikels behaupten jedoch, dass die Gesamtzahl der Fälle, zehn, "winzig" sei im Vergleich zu den Millionen von Menschen, die mit dem Sputnik V-Impfstoff geimpft wurden.

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