Russland

Kreml-Sprecher: Russland hat nicht genug Migranten, um ambitionierte Pläne zu realisieren

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat mitgeteilt, die Zahl der Migranten sei während der Pandemie stark zurückgegangen. Ihm zufolge gebe es einen Mangel an Arbeitern im Baugewerbe und in der Landwirtschaft. Deshalb sei Russland nicht in der Lage, anspruchsvolle Projekte umzusetzen.
Kreml-Sprecher: Russland hat nicht genug Migranten, um ambitionierte Pläne zu realisierenQuelle: Sputnik © Pawel Lissizyn

Der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow hat am Donnerstag einen Mangel an Migranten beklagt. Ihm zufolge sei die Zahl der Migranten in Russland im vergangenen Jahr erheblich zurückgegangen. Es seien nun nicht einmal genügend da, um anspruchsvolle Projekte umzusetzen:

"Die Realität zeigt, dass wir im letzten Jahr tatsächlich nur sehr wenige Migranten hatten. Und diese Migranten fehlen uns wirklich sehr, um unsere anspruchsvollen Pläne umzusetzen."

Peskow erklärte, er sei mit soziologischen Untersuchungen zur angeblich wachsenden Unzufriedenheit der russischen Bürger mit Migranten nicht vertraut. Gleichzeitig stellte er fest, dass für die Umsetzung von Projekten im Bausektor Arbeitskräfte notwendig seien, die jedoch nicht ausreichen:

"Wir müssen mehr bauen, als wir es jetzt tun. Wir müssen eindeutig mehr bauen. Dies erfordert jedoch Arbeitskräfte. Aufgrund der Pandemie gibt es weniger davon. Daher gibt es sicherlich ein gewisses Defizit an Migranten."

Peskow sprach auch Migrantenkinder an und teilte mit, dass dieses Thema kürzlich auf der jüngsten Sitzung des Präsidentenrates für interethnische Beziehungen ins Gespräch gekommen sei:

"Natürlich muss Russland als Staat den Migrantenkindern Bedingungen gewähren, damit sie sich der multinationalen multikonfessionellen Gesellschaft Russlands anpassen können."

Ende März hatte der russische Präsident Wladimir Putin mitgeteilt, es sei notwendig, die Situation bezüglich des Anteils von Migrantenkindern an russischen Schulen zu beobachten. Der russische Präsident erklärte:

"In einigen europäischen Ländern und in den USA nehmen die Einwohner ihre Kinder aus den Schulen, wenn die Zahl der Migrantenkinder in der Schule einen bestimmten Prozentsatz erreicht. Dort werden Schulen geöffnet, die praktisch zu 100 Prozent aus Migrantenkindern bestehen. In Russland sollte man eine solche Entwicklung auf keinen Fall zulassen."

Putin erklärte, dass es Migrantenkindern an Schulen ermöglicht werden sollte, sie an die russische Sprache und das kulturelle Umfeld anzupassen. 

Mehr zum Thema - Russland: Zahl illegaler Arbeitsmigranten sank 2020 um 40 Prozent

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