Russland

Weiterer Meilenstein: Russland registriert ersten COVID-19-Impfstoff für Tiere

Russische Wissenschaftler sind erneut die Nummer eins: Russland hat den weltweit ersten Impfstoff gegen COVID-19 für Tiere registriert. Ab April kann die Produktion in großen Mengen beginnen. Mehrere Länder zeigen bereits Interesse an dem Impfstoff.
Weiterer Meilenstein: Russland registriert ersten COVID-19-Impfstoff für TiereQuelle: Sputnik

Der weltweit erste Impfstoff gegen das Coronavirus für Tiere Carnivac-Cov ist in Russland registriert worden. Der Impfstoff wurde vom Föderalen Dienst für tierärztliche und pflanzenschutzrechtliche Überwachung entwickelt. Dies teilte der stellvertretende Leiter der Aufsichtsbehörde Konstantin Sawenkow mit:

"Unser Impfstoff ist das erste und derzeit einzige präventive Medikament gegen COVID-19 für Tiere auf der Welt."

Dem Behördenvertreter zufolge kann im April die Produktion in großen Mengen im landesweit größten Zentrum für die Herstellung von Arzneimitteln für Tiere beginnen. Sawenkow präzisierte, dass in der klinischen Studie über den Impfstoff Hunde, Katzen, Polarfüchse, Nerze, Füchse sowie weitere Tiere untersucht worden sind. Die Erhebung startete im Oktober vergangenen Jahres:

"Die Ergebnisse der Forschung erlauben es uns, eine Schlussfolgerung über die Sicherheit des Impfstoffs und seine hohe immunogene Aktivität zu ziehen, da alle getesteten geimpften Tiere in 100 Prozent der Fälle Antikörper gegen das Coronavirus entwickelten."

Sawenkow merkte an, dass die Wissenschaftler weiterhin untersuchen, wie lange die Immunität nach der Verabreichung des Arzneimittels bestehen bleibt. Er betonte, dass bisher eine Zeitspanne von mindestens sechs Monaten als gesichert gilt. In diesem Zusammenhang zeigen weitere Länder wie Griechenland, Polen, Österreich sowie die USA, Kanada und Singapur Interesse an der russischen Entwicklung.

Der Impfstoff sei von besonderer Bedeutung, da einige Tierarten, wie von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) festgestellt, anfällig für COVID-19 seien, so Sawenkow. In vielen Ländern der Welt werden wöchentlich Fälle dieser Krankheit gemeldet. Unterdessen betonte der stellvertretende Leiter der Aufsichtsbehörde, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für die Übertragung des Coronavirus von Tieren auf Menschen gebe. Tiere könnten sich jedoch auch mit anderen Arten der Coronavirus-Familie infizieren.

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