Russland

Kreml: Putin wird USA nicht erlauben, aus einer Position der Überlegenheit mit Russland zu sprechen

Russland wird es den USA nicht erlauben, aus einer Position der Überlegenheit heraus zu sprechen. Dies erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Jetzt sei es wichtig, eine weitere Verschlechterung der Beziehungen nicht zuzulassen. Man müsse das Verhältnis wiederbeleben.
Kreml: Putin wird USA nicht erlauben, aus einer Position der Überlegenheit mit Russland zu sprechenQuelle: www.globallookpress.com © Ohde/face to face

In einem Interview für die Moskauer Zeitung Argumenty i Fakty erklärte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, man werde die USA mit Russland nicht aus einer Position der Überlegenheit sprechen lassen:

"Niemand wird den USA erlauben, aus einer Position der Stärke heraus mit Russland zu sprechen. Es ist unmöglich. Die US-Amerikaner wiederholen jetzt wie ein Mantra, sie würden mit jedem aus einer Position der Stärke sprechen. Weder Putin noch sonst jemand in der russischen Regierung wird den US-Amerikanern oder sonst jemandem erlauben, so mit uns zu sprechen. Dies kommt nicht in Frage."

Als Peskow jedoch gefragt wurde, ob es möglich sei, die diplomatischen Beziehungen zu Washington abzubrechen, antwortete der Kremlsprecher, über solch extremen Szenarien wolle er nicht sprechen. Peskow deutete auf die Wichtigkeit eines Dialogs hin. Hauptsache sei es, eine weitere Verschlechterung der Beziehungen nicht zuzulassen. Diesen sei bereits viel Schaden zugefügt worden, weshalb sie irgendwie wiederbelebt werden müssten, sagte der Kremlsprecher.

Peskow führte als Beispiel einer Bereitschaft Russlands zu einem Dialog die Reaktion Wladimir Putins auf die jüngsten undiplomatischen Äußerungen von US-Präsident Joe Biden an. Am 17. März hatte Biden in einem Interview mit ABC News gesagt, Putin werde "für die Einmischung in die Wahlen bezahlen" und nannte seinen russischen Amtskollegen indirekt einen "Mörder". Der russische Präsident wünschte Biden hingegen Gesundheit und schlug eine offene Online-Debatte vor.

Putins Reaktion sei eine Einladung zum Gespräch gewesen, die jedoch seitens der US-Regierung ohne Antwort geblieben sei, erklärte Peskow. Angesichts der derzeit beispiellosen Verschlechterung der bilateralen Beziehungen wäre es für die Völker Russlands und der USA interessant zu verstehen, worüber und wie die Präsidenten miteinander sprechen, fügte der Kremlsprecher hinzu.

Peskow zufolge gibt es noch immer Themen, die Russland und die USA diskutieren müssen, darunter "strategische Stabilität, Rüstungskontrolle und Lösung regionaler Konflikte". Es sei besonders wichtig, den gemeinsamen Aktionsplan für das iranische Atomprogramm "sowie weitere globale Probleme" zu besprechen.

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