Russland

Studie bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit des russischen Vakzins EpiVacCorona

Laut Ergebnissen einer klinischen Studie ist der zweite russische Corona-Impfstoff EpiVacCorona sicher und wirksam. Die Daten wurden in einer medizinischen Fachzeitschrift veröffentlicht. Eine Gruppe unter der Leitung eines Biologen zweifelt jedoch die Wirksamkeit an.
Studie bestätigt Wirksamkeit und Sicherheit des russischen Vakzins EpiVacCoronaQuelle: Sputnik © Grigori Sysojew

EpiVacCorona, der zweite russische Impfstoff gegen das Coronavirus, den das Forschungszentrum Vektor entwickelt hat, ist ein immunogenes und sicheres Mittel zur Vorbeugung der Krankheit. Dies wurde durch eine Veröffentlichung der Ergebnisse einer klinischen Studie in der russischen Fachzeitschrift "Infektia i Immunitet" (Infektion und Immunität) bestätigt, teilte am Donnerstag die russische Aufsichtsbehörde für Konsumenten- und Gesundheitsschutz mit.

Die Zeitschrift veröffentlichte am 24. März die Ergebnisse einer zweistufigen Impfstoffstudie an Freiwilligen im Alter zwischen 18 und 60 Jahren. Den Daten zufolge führte die Impfung mit zwei Dosen dazu, dass sich bei 100 Prozent der Freiwilligen Antikörper entwickelten, die spezifisch für die Antigene sind, aus denen der Impfstoff besteht:

"Die Serokonversion mit einem neutralisierenden Antikörpertiter von 1:20 wurde 21 Tage nach Erhalt der zweiten Dosis bei 100 Prozent der Freiwilligen aufgezeichnet."

Unterdessen zweifelt eine Gruppe von Probanden unter der Leitung des Molekularbiologen Denis Lagutkin die Wirksamkeit des Impfstoffs an. Die Gruppe forderte das russische Gesundheitsministerium auf, eine Untersuchung einer "offensichtlichen Diskrepanzen" einzuleiten:

"Die erhaltenen Daten widersprechen den Aussagen von Vektor-Vertretern in den Medien bezüglich der beobachteten Neutralisierung des Virus und weisen definitiv auf die Notwendigkeit einer unabhängigen Überprüfung hin."

Laut den Angaben der Experten um Lagutkin, sollen sich bei rund 25 Prozent der Geimpften keine Antikörper entwickelt haben. Überdies zweifeln sie auch die Anzahl und die Art der vom Impfstoff produzierten Antikörper an:

"Ein erheblicher Teil der mit EpiVacCorona geimpften Personen konnte nach der Impfung keine Antikörper entwickeln."

EpiVacCorona wurde im Forschungszentrum Vektor in Nowosibirsk entwickelt und am 14. Oktober registriert. Laut den Wissenschaftlern bei Vektor werden bis Ende März 545.000 Dosen EpiVacCorona in Russland hergestellt und ausgeliefert.

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