Russland

Tod im Livestream: Russischer Blogger zeigt Leiche seiner Freundin

Ein erschreckender Fall von Online-Gewalt nahm in Russland ein tragisches Ende. Ein Blogger aus Moskau zeigte auf YouTube die Leiche seiner Freundin, nachdem sie unter noch ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war. Der Mann unternahm keine Wiederbelebungsversuche.
Tod im Livestream: Russischer Blogger zeigt Leiche seiner FreundinQuelle: www.globallookpress.com © Felix Zahn

Stas Resсhetnikow, dem der YouTube-Kanal ReeFlay gehört, streamte diese Woche aus seinem Haus in Moskau. Neben seinen Freunden war im Hintergrund eine junge Frau zu sehen. Irgendwann sprühte er ihr vor laufender Kamera Pfefferspray ins Gesicht. Da sie über Atemnot klagte, soll er die Frau vor die Tür gesetzt und erst nach mehreren Stunden wieder hineingelassen haben. Als der Blogger merkte, dass sie keine Lebenszeichen hat, legte er die Leiche auf eine Couch, setzte sich erneut vor den Computer und trank Sekt. Der Stream lief dabei weiter. Auch nach dem Eintreffen der Notärzte weigerte sich der Blogger, den Stream zu beenden. "Was gibt es hier zu bereuen? Ich habe eigentlich nichts getan!", hört man ihn in einem Video sagen.

Es wurde berichtet, dass die Verstorbene, die möglicherweise schwanger war, einige Stunden bei Minusgraden in der Kälte verbracht hatte und fast keine Kleidung trug. Die Nachbarn behaupten allerdings, dass die Frau nur kurz draußen gewesen sei. Die genaue Todesursache steht noch nicht fest. Der Mann wurde mittlerweile festgenommen, die Polizei ermittelt.

Die Tote soll ungefähr 26 Jahre alt gewesen sein. Sie war zuvor in mehreren Episoden des YouTube-Kanals zu sehen. Die Blogger probierten an ihr unterschiedliche Streiche aus. 

Aktualisierung: Dem 30-jährigen Blogger werden schwere Körperverletzungen zur Last gelegt, die zum Tod der Frau führten. Am Körper der Verstorbenen wurden Verletzungen und Hämatome festgestellt. In ihrem Körper wurden Drogenspuren sowie Alkohol nachgewiesen. Der Blogger muss vorerst bis zum 3. Februar in U-Haft bleiben. 

 

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