Nordamerika

Establishment bündelt weiter Kräfte: Klobuchar gibt Kandidatur auf und will Biden unterstützen

Die US-Senatorin Amy Klobuchar gibt Medienberichten zufolge ihre Bewerbung um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf. Wenig überraschend: Sie möchte nun den ehemaligen Vizepräsidenten Joe Biden unterstützen. Gegen Sanders baut sich eine Front auf.
Establishment bündelt weiter Kräfte: Klobuchar gibt Kandidatur auf und will Biden unterstützenQuelle: Reuters © Elizabeth Frantz

Die erste gewählte Senatorin des US-Bundesstaats Minnesota gab ihren Rückzug bekannt. Sie wolle nun den früheren Vizepräsidenten Joe Biden als Kandidaten unterstützen, berichteten am Montag übereinstimmend US-Medien. Die 59-Jährige wollte noch am Montagabend (Ortszeit) gemeinsam mit Biden auftreten, hieß es.

Die als wirtschaftsfreundlich geltenden Demokratin machte diesen Schritt unmittelbar vor den Vorwahlen in 14 US-Bundesstaaten am Dienstag, dem sogenannten "Super Tuesday". Damit sind nun nur noch fünf Bewerber für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten im Rennen: die eher linken Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren, der ehemalige Vizepräsident Biden und der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Mike Bloomberg, sowie die als wenig chancenreich geltende Abgeordnete Tulsi Gabbard. Sie wollen bei der US-Präsidentenwahl am 3. November gegen den republikanischen Amtsinhaber Donald Trump antreten, der sich um eine zweite Amtszeit bewirbt.

Infolge der Vorwahl im Bundesstaat South Carolina am Samstag hatten am Wochenende bereits die Kandidaten Pete Buttigieg und Tom Steyer ihre Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten aufgegeben. Klobuchar war in South Carolina nur auf enttäuschende drei Prozent der Stimmen gekommen.

Damit fallen dem Lager von Joe Biden weitere Stimmen zu. Es bleibt abzuwarten, ob Elizabeth Warren, der im Vergleich zu Bernie Sanders weniger Chancen eingeräumt werden, nun auch ihren Platz räumt, um das linke Lager um Sanders zu stärken. Da es jedoch zwischen Warren und Sanders im Wahlkampf zu persönlichen Anfeindungen gekommen ist, erscheint ein freiwilliger Rückzug der Senatorin unwahrscheinlich.

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