Nordamerika

2018: Trauriger Rekord bei Schulmassakern in den USA

Die Schlussbilanz in den USA über die Zahl der durch Schulmassaker Ermordeten hat in diesem Jahr einen neuen Rekord erreicht. 113 Menschen wurden verletzt oder getötet. Auf Schultage verteilt, fand jeden achten Schultag ein Massaker in den USA statt.
2018: Trauriger Rekord bei Schulmassakern in den USA Quelle: Reuters © Andrew Cullen

In diesem Jahr wurden 17 Menschen bei einem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, getötet. An der Santa Fe High School nahe Houston in Texas wurden zehn Personen erschossen. Die Kampagnen zur schärferen Waffenkontrolle in den USA greifen nicht. Zu stark ist die Waffenlobby, die auch vor Werbung in den Schulen nicht haltmacht. 2018 stellt einen neuen Rekord der Waffengewalt an Schulen dar. Die Zahlen schwanken angesichts der uneinheitlichen Definitionen. 

Homeland Defense and Security kommt, anders als das Journal Education Week, auf 94 Angriffe an Schulen. Das ist ein 60-prozentiger Anstieg zum Rekord von 2006. Damals waren es 59. Seit 1970 werden Angriffe an Schulen gezählt. 

Das Magazin begann Anfang des Jahres, die Zwischenfälle mit Waffen zu zählen, und kam zu dem Ergebnis, dass es 23 Schießereien gab. 

Hier wurden nur Angriffe gezählt, bei denen es andere Opfer als den Täter selbst gab und wo die Angriffe auf dem Schulgelände während der Unterrichtszeit stattfanden. Homeland Defence und Security hingegen zählt alle Schießereien, ungeachtet des Zeitpunkts oder ob jemand verletzt oder getötet wurde. 

Das Alter der Täter liegt mehrheitlich zwischen 16 und 17 Jahren, und sie sind männlichen Geschlechts. Der jüngste Angreifer war zwölf Jahre alt. Die Opferzahl liegt bei 113 Personen. Der Großteil der Bundesstaaten der USA hat 180 Schultage. Durchschnittlich fand jeden achten Schultag eine Schießerei statt. Die Motive der Täter sind meist die Eskalation einer Auseinandersetzung. 

Es fehlt im Zuge der Massaker auf nationaler Eben an einem gemeinsamen Aktionsplan, wie mit einer Schießerei umgegangen werden soll. 

Mehr zum ThemaNach Amoklauf in Texas: Chef der größten US-Waffenlobby sieht Grund in "Kultur der Gewalt"

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion