Nordamerika

Mit Evil Hillary auf Stimmenfang - Republikaner wollen mit Antipathien gegen Hillary siegen

Den Republikanern fehlen echte demokratische Kontrahenten - bleibt nur Hillary Clinton als Feindbild. In Wahlwerbung, die mit der Unbeliebtheit der Politikerin spielt, werden Millionen investiert. Nur noch 36 Prozent der Amerikaner favorisieren Clinton.
Mit Evil Hillary auf Stimmenfang - Republikaner wollen mit Antipathien gegen Hillary siegenQuelle: Reuters © Eduardo Munoz

Die Republikaner wollen mit der Antipathie ihrer Wähler spielen, wenn es um die ersten Zwischenwahlen während Trumps Präsidentschaft geht. Die Republikaner müssen einen Gegner haben, um auf Stimmenfang zu gehen. Die Wahl hierfür fällt auf Hillary Clinton. In wichtigen Kongressrennen soll der Name Hillary Clinton den Republikanern verhelfen zu Punkten. Dies gilt vor allem für Gebiete, in denen Trump Wählerstimmen sicher waren.

Corry Bliss, Leiter des republikanischen Super-PAC "Congressional Leadership Fund", sagte dazu:

Es geht darum, was sie repräsentiert. Was sie repräsentiert, genau wie das, was Nancy Pelosi repräsentiert, sind liberale Positionen am äußersten linken Rand.

Laut einer Umfrage im Dezember ist die ehemalige Außenministerin nur noch bei 36 Prozent der Amerikaner beliebt. Die politische Bühne verlassen will sie jedoch nicht. Davon versuchen die Republikaner jetzt zu profitieren. Im letzten Jahr gründete Clinton eine politische Organisation mit dem Ziel, Widerstandsgruppen gegen Trump zu unterstützen. 

In Pennsylvania, Indiana und North Dakota wurde Hillary bereits in Wahlkampfveranstaltungen als Bösewicht dargestellt. Die Republikaner investieren Millionen in Propaganda gegen Clinton. Auf Broschüren in Pennsylvania war Anfang des Jahres zu lesen:

Stoppt Hillary. Stoppt Pelosi. Stoppt Lamb (den lokalen demokratischen Kandidaten Conor Lamb, Anm. d. Red.). 

Aber auch im Kampf gegen innerparteiliche Feinde findet Clinton Verwendung. In Bundesstaat Indiana soll Steve Braun, republikanischer Kongress-Kandidat, im Jahr 2008 Hillary seine Stimme gegeben haben. Bald wird TV-Werbung zu sehen sein, die Braun und Clinton gleichsetzt. In digitalen Anzeigen wurden Bilder Hillary Clintons mit einigen ihrer Zitate versehen, um es mit zehn demokratischen Senatoren aufzunehmen, die sich in Staaten zur Wiederwahl stellen, in denen Trump zuvor gewann.

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