Nordamerika

Rechenzentren zu energieintensiv: Platzt der KI-Boom?

Mega-Rechenzentren für KI-Software führen vermehrt zu Streit mit ansässigen Menschen. Viele lehnten den Bau neuer Anlagen ab: Die Stromnetze würden überlastet und der Strom würde teurer. Im Umkreis von zehn Kilometern um die Mega-Rechenzentren stiegen die Bodentemperaturen massiv an.
Rechenzentren zu energieintensiv: Platzt der KI-Boom?© Urheberrechtlich geschützt

Im US-Bundesstaat Maine soll ein neues Gesetz den Bau neuer Rechenzentren mit einem Verbrauch über 20 Megawatt Strom für die kommenden 1,5 Jahre erstmals komplett untersagen. Mit 20 Megawatt ließen sich rund 15.000 Haushalte mit Strom versorgen, berichtet einer der Autoren des österreichischen Science-Blog tkp am Dienstag über die geplante gesetzliche Einschränkung von Rechenleistung in den USA. Dem Gesetzesentwurf zufolge, dauere das Bauverbot so lange, bis Bewertungen zum Umweltschutz vorlägen.

Mittlerweile hätte der Bau von Mega-Rechenzentren für KI-Software weltweit bereits in einigen Regionen zu Streit mit der Bevölkerung führen. Mit dem Bau der Anlagen würden die Stromnetze in dem jeweiligen Land überlastet und die Strompreise in die Höhe getrieben, so die Kritik von vor Ort lebenden Menschen. Zudem würden die Bodentemperaturen im Umkreis von zehn Kilometern rund um solche Mega-Rechenzentren massiv ansteigen. Eine weitere Kritik betrifft die Gesundheitsgefahr durch die von den Anlagen ausgehenden Infraschall-Emissionen.

Im März dieses Jahres wurde der diesbezügliche Gesetzesentwurf in Maine vom Repräsentantenhaus verabschiedet. Es werde erwartet, dass der Senat in Maine sich dem anschließe. Damit würde Maine als erster US-Bundesstaat den Bau neuer Rechenzentren verbieten. Die Durchsetzung so eines Verbots bewertet der tkp-Autor als Indiz für wachsenden Streit über die Entwicklung der KI. Wörtlich heißt es:

"Dieser beispiellose Schritt unterstreicht die wachsenden parteiübergreifenden politischen Spannungen angesichts des KI-Hypes und des daraus resultierenden Baubooms."

Zwischen den Jahren 2021 und 2026 sind die Strompreise in Maine bereits um rund 60 Prozent gestiegen. Durch den Bau von Mega-Rechenzentren würden die Preise womöglich noch mehr in die Höhe gehen.

In New York, South Carolina und Oklahoma wurden auch schon ein paar Einschränkungen beim Bau von Rechenzentren eingeführt. Das Wall Street Journal (WSJ) geht davon aus, dass inzwischen rund zehn andere US-Bundesstaaten auch darüber nachdenken würden. Diese Staaten würden die Entwicklung in Maine genau beobachten. Gegenüber dem WSJ bezeichnete Anirban Basu, Ökonom bei Associated Builders and Contractors, den Bundesstaat Maine als Anzeiger für Gefahren und Ausstiegsweckruf aus dieser Technologie. Basu erklärte:

"Ich denke, Maine ist der Kanarienvogel in der Kohlengrube."

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