Nordamerika

Trump fordert 152 Millionen Dollar für Wiedereröffnung von Alcatraz

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat beim Kongress 152 Millionen Dollar für die Sanierung des berühmten Alcatraz-Gefängnisses in der Bucht von San Francisco beantragt. Demokraten verurteilten die Pläne als "Wahnsinn" und kündigten an, dies zu verhindern.
Trump fordert 152 Millionen Dollar für Wiedereröffnung von Alcatraz© Urheberrechtlich geschützt

Ursprünglich war das Gefängnis Alcatraz eine Festung auf der Insel Alcatraz in der Bucht von San Francisco. Zwischen 1934 und 1963 waren dort Häftlinge untergebracht, bis das Gefängnis aufgrund zu hoher Betriebskosten geschlossen wurde. Zu den Insassen von Alcatraz gehörten berüchtigte Verbrecher wie der Gangster Al Capone und George "Machine Gun" Kelly. Die Haftanstalt galt als eine der sichersten Einrichtungen des Landes – offiziell wurden keine erfolgreichen Fluchtversuche dokumentiert. Heute ist Alcatraz eine wichtige Touristenattraktion in der Region, die vom National Park Service betrieben wird.

Am Freitag veröffentlichte die Trump-Regierung einen Finanzierungsantrag an den US-Kongress für das Haushaltsjahr 2027. Darin schlug sie vor, "Alcatraz als hochmoderne Hochsicherheitsgefängnisanlage wiederaufzubauen" und beantragte "152 Millionen Dollar zur Deckung der Projektkosten im ersten Jahr".

Trump äußerte diesen Vorschlag erstmals im vergangenen Mai in einem Beitrag auf Truth Social. Damals schrieb er: "Als wir früher eine ernsthaftere Nation waren, zögerten wir nicht, die gefährlichsten Kriminellen einzusperren und sie fernzuhalten von allen, denen sie Schaden zufügen könnten. So sollte es sein (…) Deshalb weise ich heute das Bureau of Prisons an, gemeinsam mit dem Justizministerium, dem FBI und dem Heimatschutzministerium ein erheblich vergrößertes und umgebautes ALCATRAZ wieder zu eröffnen."

Ein paar Monate später besichtigten der US-Innenminister Doug Burgum und die ehemalige US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi die Insel.  Während der Besichtigung erklärte Bondi, dass die "großartige Einrichtung" "illegale Einwanderer aufnehmen" könne.

Die ehemalige Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, kommentierte den jüngsten Finanzierungsantrag der Trump-Regierung auf X. Der Vorschlag sei auf den ersten Blick absurd und sollte rundweg abgelehnt werden. Sie kündigte an: "Ich werde mit meinen Kollegen im Kongress zusammenarbeiten, um alle verfügbaren parlamentarischen und haushaltspolitischen Mittel einzusetzen, um diesen Wahnsinn zu verhindern."

Als Vertreter für San Francisco warf der demokratische Senator Scott Wiener Trump ebenfalls vor, er wolle eine "Top-Touristenattraktion zerstören, um sie wieder in ein gescheitertes, exorbitant teures Gefängnis zu verwandeln".

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