Nordamerika

Michigan: Autoattacke auf Synagoge – Amokfahrer libanesischer Herkunft tot

Die US-Bundespolizei im Bundesstaat Michigan untersucht den mutmaßlichen Anschlag auf eine Synagoge als einen "gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinschaft". Laut US-Medien fuhr ein 41-jähriger gebürtiger Libanese mit dem Fahrzeug in das Gebäude, wo es in Flammen aufging. Der Mann wurde von der Polizei erschossen.
Michigan: Autoattacke auf Synagoge – Amokfahrer libanesischer Herkunft totQuelle: Gettyimages.ru © Emily Elconin / Freier Fotograf

Ein aus dem Libanon stammender 41-jähriger Mann hat sein Auto in die Synagoge der jüdischen Gemeinde in West Bloomfield nahe Detroit im US-Bundesstaat Michigan gesteuert. Das Auto ging in Flammen auf. Nachdem es vor der Synagoge zu einem Schusswechsel gekommen war, erschoss der Sicherheitsdienst der Synagoge den Mann, wie die zuständigen Behörden gegenüber US-Medien bestätigten. Ein Sicherheitsbeamter, der zuvor von dem Auto erfasst worden war, wurde laut Polizeiangaben ins Krankenhaus gebracht. Weitere 30 Beamte mussten zudem wegen Rauchvergiftung im Krankenhaus behandelt werden.

Der Täter wurde nach der Tat laut US-Medien vom Heimatschutzministerium als "der 41-jährige Ayman Mohamad Ghazali identifiziert, ein eingebürgerter US-Bürger, der im Libanon geboren wurde", wie CNN berichtet.

Der Amokfahrer wurde zuvor tot in dem Fahrzeug aufgefunden, mit dem er durch die Türen in die Halle der Temple-Israel-Synagoge nordwestlich von Detroit gefahren war, teilten die Ermittler weiter mit. Das FBI bezeichnete den Vorfall im Anschluss als "gezielten Gewaltakt gegen die jüdische Gemeinde".

Laut Medien wurden keine weiteren Todesopfer gemeldet. So seien keine Mitarbeiter der Synagoge, keine Lehrer und keines der 140 Kinder in der dazugehörigen Kindertagesstätte verletzt worden, so die Ermittler. Ein Polizeisprecher sagte:

"Das Fahrzeug und die Synagoge gingen während des Angriffs in Flammen auf. Einer der Sicherheitsbeamten, der den Verdächtigen stellte, wurde vom Fahrzeug erfasst, wird sich aber voraussichtlich wieder erholen. Mindestens 30 Polizeibeamte verschiedener Behörden wurden wegen Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht."

Ob das Attentat eine mögliche Reaktion in Verbindung mit den andauernden israelischen Angriffen auf Südlibanon und Teile Beiruts darstellt, wird in den US-Medien nicht thematisiert. Der Attentäter kam laut FBI-Angaben im Jahr 2011 "mit einem Visum für unmittelbar Verwandte als Ehepartner eines US-Bürgers" in die USA und erhielt laut Angaben des Heimatschutzministeriums im Jahr 2016 die US-Staatsbürgerschaft. 

Die Synagoge Temple Israel bezeichnet sich nach eigenen Angaben als größte reformierte Synagoge der USA mit rund 12.000 Mitgliedern. In dem attackierten Gebäude gibt es eine Kindertagesstätte sowie Bildungsprogramme für Familien und Erwachsene.

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