Nordamerika

Bill Clinton bei Epstein-Anhörung: Werde viele Fragen mit "Ich erinnere mich nicht" beantworten

Vor dem Epstein-Ausschuss hat Bill Clinton seine Unschuld beteuert: "Ich hatte keine Ahnung von den Verbrechen, die Epstein begangen hat. Ganz egal, wie viele Fotos Sie mir zeigen." Viele Fragen werde er mit "Ich erinnere mich nicht" beantworten, da er per Eid verpflichtet sei, nur die Wahrheit zu sagen.

Am Freitag sagte der ehemalige US-Präsident Bill Clinton bei einer Anhörung vor dem Epstein-Untersuchungsausschuss zu seinen Verbindungen zum verstorbenen, verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und zu dessen Sexhandelsnetzwerk aus. In den Jahren von 1993 bis 1995, während Clintons Amtszeit, besuchte Epstein 17 Mal das Weiße Haus. Der ehemalige US-Präsident soll in den Jahren zwischen 2001 und 2003 bis zu 26 Mal mit Epsteins Privatjet, dem sogenannten "Lolita Express", geflogen sein.

Clintons Aussage vor dem Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses folgte auf die fast siebenstündige Aussage seiner Frau Hillary einen Tag zuvor, am Donnerstag. Nach Hillary Clintons Aussage hatte der Ausschussvorsitzende James Comer gegenüber Reportern erklärt, dass die Anhörung des ehemaligen US-Präsidenten "noch länger dauern wird", als die seiner Frau. 

"Wir haben morgen viele Fragen an ihren Ehemann", sagte Comer. Zudem wies er die Pressevertreter darauf hin, dass Hillary Clinton mehr als ein Dutzend Mal mit "Ich weiß es nicht, das müssen Sie meinen Mann fragen" geantwortet habe.

Wie zuvor auch seine Frau sagte Bill Clinton unter Ausschluss der Öffentlichkeit aus. Vor der Anhörung veröffentlichte er eine Erklärung. Darin betonte der Ex-Präsident, er habe "nichts gesehen und nichts Unrechtes getan". Trotz der Flugprotokolle mit Belegen über Clintons Dutzende Reisen an Bord des "Lolita Express" insistierte Clinton, seine Beziehung zu Epstein sei "kurz" gewesen.

Neu veröffentlichte Akten des Justizministeriums enthalten Fotos, die Bill Clinton mit Epstein und seiner Komplizin Ghislaine Maxwell zeigen. Maxwell verbüßt derzeit eine 20-jährige Haftstrafe wegen Sexhandels und damit zusammenhängender Straftaten. Ein undatiertes Bild zeigt Clinton in einem Whirlpool neben einer Person, deren Gesicht unkenntlich gemacht wurde. Ein weiteres Foto zeigt ihn beim nächtlichen Schwimmen mit Maxwell.

Eine wichtige Anklägerin von Epstein, Chauntae Davies, wurde dabei fotografiert, wie sie Bill Clinton eine Nackenmassage gab. Davies hat inzwischen erklärt, dass Clinton sich ihr gegenüber angemessen verhalten habe. In seiner Eröffnungsrede bestand Clinton auf seiner Unschuld: "Ich hatte keine Ahnung von den Verbrechen, die Epstein begangen hat. Ganz egal, wie viele Fotos Sie mir zeigen." Der ehemalige Präsident fügte hinzu, dass er wahrscheinlich viele von Comers Fragen mit "Ich erinnere mich nicht" beantworten werde.

"Das mag unbefriedigend sein. Aber ich werde nichts sagen, dessen ich mir nicht sicher bin", erklärte er. "Das ist alles schon lange her. Und ich bin durch meinen Eid verpflichtet, nicht zu spekulieren oder zu vermuten."

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen erklärte letzte Woche, dass die in den veröffentlichten Akten beschriebenen Missbräuche "vernünftigerweise die rechtliche Schwelle für Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreichen könnten" und forderte, dass mutmaßliche Täter unabhängig von ihrem Status oder Vermögen strafrechtlich verfolgt werden.

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