Nordamerika

Parlament in New Mexico beschließt Untersuchung von Epsteins Zorro-Ranch

Nach mutmaßlichen Leichenfunden auf Epsteins "Zorro-Ranch" wurde in New Mexico eine Untersuchungskommission beschlossen. Sie soll Mißbrauchsopfer und Anwohner der Ranch anhören. Man will Gäste der Ranch und Staatsbeamte identifizieren, die an Verbrechen beteiligt waren oder darüber Bescheid wussten.
Parlament in New Mexico beschließt Untersuchung von Epsteins Zorro-Ranch© Screenshot vom Youtube-Kanal KOAT / https://www.youtube.com/watch?v=kQ8YKlX13qM, 11. Februar 2026

Am Montag verabschiedete das Parlament des US-Bundesstaats New Mexico einstimmig ein Gesetz, wonach die Vorfälle auf Jeffrey Epsteins Zorro Ranch umfassend untersucht werden müssen. Der verurteilte Sexualstraftäter Epstein wurde beschuldigt, auf dieser Ranch in New Mexico Menschenhandel betrieben zu haben, sowie sexuellen Missbrauch von Mädchen und Frauen.

Nach den jüngsten Veröffentlichungen der Epstein-Akten wurden in der vergangenen Woche Anschuldingen gemacht, wonach auf dem Epsteins Anwesen in New Mexico, Leichen begraben seien. Infolgedessen drängten die Behörden des US-Bundesstaats auf eine Untersuchung. Gemäß dem Parlamentsbeschluss soll ein überparteilicher Ausschuss sowohl Opfer des dortigen mutmaßlichen sexuellen Missbrauchs anhören, als auch Anwohner der Ranch. Die Ranch liegt rund 30 Meilen südlich der Landeshauptstadt Santa Fe.

Zudem soll die dafür eingesetzte Wahrheitskommission, Gäste der Ranch und Staatsbeamte finden, denen zumindest gewesen sein dürfte, was auf dem 7.600 Hektar großen Epstein-Anwesen passierte – oder, die dort an mutmaßlichen sexuellen Missbräuchen beteiligt waren. Laut Aussage der demokratischen Abgeordnete Andrea Romero aus New Mexico, könnten die Zeugenaussagen vor dem Ausschuss für die zukünftige Strafverfolgungen verwendet werden.

Wie Reuters am Dienstag kommentierte, verstärke diese von den Demokraten eingeleitete Untersuchung den politischen Druck, Epsteins Verbrechen aufzudecken. Demnach sei die Enthüllung von weiteren Millionen der Epstein-Akten für US-Präsident Donald Trump mittlerweile zu einer großen Herausforderung geworden. Die zuletzt enthüllten Dokumente würden "ein neues Licht auf die Aktivitäten auf der Ranch werfen."

Dabei seien mittlerweile Verbindungen zwischen Epstein und zwei ehemaligen demokratischen Gouverneuren sowie einem Generalstaatsanwalt von New Mexico zu Tage getreten. Die gesetzlich beschlossene Untersuchung berge "Risiken für weitere Politiker mit Verbindungen zu Epstein in dem demokratisch regierten Bundesstaat sowie für Wissenschaftler, Investoren und andere prominente Persönlichkeiten, die die Ranch besucht haben" so Reuters.

Mittels der 2,5 Millionen Dollar teuren Untersuchung, sollen auch die gesetzlichen Lücken identifiziert werden, welche es Epstein erst ermöglichst hätten in New Mexiko zu agieren. Der neue Ausschuss soll im Juli einen Zwischenbericht und vorläufige Ergebnisse präsentieren. Bis Ende 2026 soll ein Abschlussbericht über die Ermittlungen auf der ehemaligen Epstein-Ranch vorliegen. Der mutmaßlich 2019 in der Haft verstorbene Epstein, habe in New Mexico große Freiheit genossen. Die Abgeordnete Romeo erklärte dazu:  

"Er konnte in diesem Bundesstaat im Grunde genommen tun, was er wollte, ohne sich in irgendeiner Weise verantworten zu müssen." 

Eine Anwältin der mutmaßlichen Mißbrauchsopfer, Sigrid McCawley berichtete, dass es in New Mexico bekanntermaßen Politiker gab, die wussten was auf der Epstein-Ranch geschah: 

"Viele der Überlebenden hatten Erfahrungen in New Mexico gemacht, und wie wir erfahren haben, gab es lokale Politiker und andere Personen, die wussten, was in New Mexico vor sich ging."

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