Nordamerika

Letzter Teil der Epstein-Dokumente veröffentlicht: Musk, Gates und Trump finden Erwähnung

Veröffentlicht wurden über drei Millionen Seiten, 180.000 Bilder und 2.000 Videos, die mit dem verstorbenen Sexualstraftäter in Zusammenhang stehen. Allerdings liefert die Veröffentlichung keine Metadaten, anhand derer sich ihre Echtheit überprüfen ließe.
Letzter Teil der Epstein-Dokumente veröffentlicht: Musk, Gates und Trump finden Erwähnung

Das US-Justizministerium hat die letzte, massive Ladung von Dokumenten veröffentlicht, die mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Zusammenhang stehen; eine Veröffentlichung, die auf Beschluss des Kongresses erfolgte und die neue Details über die Verbindungen des Finanziers enthüllt, aber keine strafrechtlichen Vorwürfe gegen die erwähnten prominenten Einzelpersonen enthält.

Der stellvertretende Generalstaatsanwalt Todd Blanche verkündete am Freitag die Veröffentlichung von mehr als drei Millionen Seiten, 2.000 Videos und 180.000 Bildern, wobei er darauf hinwies, es habe "ausgiebige" Überarbeitungen gegeben, um die Identität der Opfer sowie die laufenden Ermittlungen zu schützen.

Die Veröffentlichung der Unterlagen, die erst einen Monat nach Ablauf einer vom Kongress gesetzten Frist veröffentlicht wurden, erfüllt die Verpflichtungen der Trump-Regierung aus dem Epstein Files Transparency Act.

Die neuen Dokumente, die aus Ermittlungen des FBI, aber auch aus Epsteins eigenen Aufzeichnungen stammen, umfassen auch E-Mails, in denen Tesla-Geschäftsführer Elon Musk Pläne diskutiert, Epsteins private Insel zu besuchen. Ende 2013 schrieb Musk Epstein per E-Mail an und sagte, er werde auf St. Barts sein, und fragte, wann "ein guter Moment für einen Besuch" sei. Epstein bot daraufhin an, einen Hubschrauber zu schicken. Der Besuch fand dann nicht statt, und Musk hat öffentlich erklärt, die Insel nie besucht zu haben.

In einer weiteren Mail von 2013 schickte Epstein sich selbst ein Dokument, das als Rücktrittsschreiben von der Bill & Melinda Gates-Stiftung gestaltet ist und das die sensationelle und unbewiesene Behauptung aufstellt, Gates habe um Hilfe bei der Beschaffung von Medikamenten gebeten, "um mit den Folgen von Sex mit russischen Mädchen umzugehen". Ein Sprecher von Gates wies diese Behauptungen als "absolut absurd und völlig falsch" zurück.

Die Dateien legen auch einen fortgesetzten Kontakt zwischen Epstein und dem heutigen Handelsminister Howard Lutnick bis ins Jahr 2018 nahe, obwohl Lutnick zuvor erklärt hatte, er habe die Verbindungen 2005 gekappt. Passagierlisten und Flugpläne erwähnen auch den britischen Prinzen Andrew wie auch andere Prominente, etwa Tech-Mogul Peter Thiel und Steve Bannon, den ehemaligen Berater von US-Präsident Donald Trump.

Einen Teil der Dateien bilden Zusammenfassungen von Hinweisen, die über eine öffentliche Stelle beim FBI eingingen und nicht belegte Vorwürfe von Fehlhandlungen Trumps in Verbindung mit Epstein beinhalten. Das Justizministerium versah die Veröffentlichung mit der Erklärung, einige der Dokumente "enthalten unwahre und sensationalistische Vorwürfe gegen Präsident Trump", die es "unbegründet und falsch" nannte.

Blanche betonte, eine Durchsicht der persönlichen Mails Epsteins habe keinerlei Hinweise Epsteins enthüllt, dass Trump "irgendetwas Kriminelles getan oder unangemessenen Kontakt mit irgendeinem seiner [Epsteins] Opfer gehabt" habe. Die E-Mails zeigten stattdessen, dass Epstein Trump vielfach herabgesetzt habe, ihn "dumm" nannte und seine geistige Gesundheit in Frage stellte.

Auf der Pressekonferenz zu der Veröffentlichung verteidigte Blanche die Verzögerung und verwies auf die monumentale Aufgabe, Millionen von Seiten zu überprüfen. Er bestritt vehement Vorwürfe einer Vertuschung. "Es gibt keinen Stapel supergeheimer Dokumente, die wir zurückhalten", erklärte er und fügte hinzu, das Weiße Haus habe "keine Kontrolle" über die Begutachtung gehabt.

Die Veröffentlichung beinhaltet auch neues Material zu Epsteins Verbündeter Ghislaine Maxwell, die derzeit eine Gefängnisstrafe von 20 Jahren verbüßt, darunter auch ihr Foto von der Festnahme und ihre Einbürgerungsurkunde, in der ihre Tätigkeit als Epsteins "Manager" angegeben wird.

Vor kurzem hatte Maxwell eine Klage eingereicht, in der sie behauptete, 20 von Epsteins vermeintlichen Komplizen seien einer Strafverfolgung überwiegend durch geheime Vergleiche entgangen – eine Behauptung, von der Blanche nichts wissen wollte.

Dieser letzten Veröffentlichung gelingt es bislang nicht, die intensiven Spekulationen rund um Epsteins Netzwerk zu beruhigen. Derzeit durchstöbern Abgeordnete und die Öffentlichkeit die massiv überarbeiteten Dokumente nach neuen Hinweisen zum Umfang seiner Verbrechen und der mächtigen Kreise, in denen er sich bewegte.

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