Nordamerika

Axios: Verteidigungsminister Saudi-Arabiens erklärt, Iran werde durch "Untätigkeit" der USA gestärkt

Das Nachrichtenportal Axios veröffentlichte exklusive "Informationen", wonach der saudische Verteidigungsminister bei seiner Kurzvisite im Weißen Haus in Washington gegenüber dem US-Gesandten erklärt habe, dass die Führung in Teheran gestärkt würde, "sollte Trump Iran nicht bombardieren".
Axios: Verteidigungsminister Saudi-Arabiens erklärt, Iran werde durch "Untätigkeit" der USA gestärkt© Screenshot: X/KhalidbinSalman

Prinz Khalid bin Salman, der jüngere Bruder von Kronprinz Mohammed bin Salman und amtierende Verteidigungsminister Saudi-Arabiens, hat sich laut Informationen auf X in dieser Woche mit dem US-Gesandten der Trump-Administration in Washington getroffen, um "die strategischen Beziehungen zwischen unseren Ländern zu erkunden". Das Portal Axios erfuhr laut einem "Scoop"-Artikel (Bezahlschranke), dass bin Salman demnach unter anderem gegenüber US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärt habe, dass Iran gestärkt aus der jüngsten Konfrontation hervorgehen werde, sollte Präsident Donald Trump "seine Drohungen gegen Teheran nicht wahr machen". Dies teilten ungenannte Teilnehmer des Treffens im Weißen Haus mit. 

Die saudische Delegation unter Führung von Prinz Khalid bin Salman traf sich am Freitag demnach unter anderem mit US-Außenminister Marco Rubio, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, dem Sondergesandten des Weißen Hauses Steve Witkoff und Armeegeneral Dan Caine. Bin Salman informierte anschließend in einem X-Beitrag, dass die Teilnehmer auch "unsere Bemühungen zur Förderung des regionalen und globalen Friedens und der Stabilität erörtert" hätten.

Axios berichtet in dem Artikel weiter, dass "vier Quellen, die an dem Treffen teilnahmen", mitteilten, dass der saudische Verteidigungsminister bei der Besprechung im Oval Office ausgeführt habe, dass das Teheraner Regime gestärkt werde, sollte Präsident Trump seine militärischen Drohungen gegen Iran nicht umsetzen. Weiter heißt es:

"Den Quellen zufolge sagte er [bin Salman], er glaube, dass Trump nach wochenlangen Drohungen militärisch vorgehen, aber zugleich versuchen müsse, die Risiken einer regionalen Eskalation zu mindern. 'Wenn dies jetzt nicht geschieht, wird das Regime nur noch ermutigt', sagte KBS laut den Anwesenden."

So hätten zwei der Quellen gegenüber Axios erklärt, sie hätten "KBS so verstanden, dass er die Botschaft wiedergegeben habe, die er im Weißen Haus vermittelt hatte". Dazu heißt es weiter:

"Die Quelle erklärte jedoch auch, er habe dieses Treffen verlassen, ohne eine klare Vorstellung davon zu haben, wie die Strategie oder die Absichten der Trump-Regierung gegenüber Iran aussähen."

Das US-Militär hatte dieser Tage die Iranischen Revolutionsgarden vor dem Beginn eines geplanten Manövers in der Straße von Hormus vor "riskantem Verhalten" gewarnt. Das US-Militär werde demnach keine "unsicheren Manöver" wie zum Beispiel Flüge über US-Kriegsschiffe oder Stützpunkte in niedriger Höhe tolerieren. "Dies gelte auch für das Annähern iranischer Schnellboote auf Kollisionskurs mit US-Schiffen", erklärte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom).

Die New York Times hatte Mitte Januar getitelt, dass Israel und mehrere arabische Staaten, darunter die Regierungsspitzen von Katar, Oman, Ägypten und Saudi-Arabien, Trump aufgefordert hätten, "von einem Angriff auf Iran abzusehen".

Drei der Axios-Quellen hätten laut dem Artikel nun erklärt, dass der saudische Verteidigungsminister den Anwesenden der US-Seite zugesagt hätte, dass "Saudi-Arabien sich weder weiter von Israel entfernen noch sich der Muslimbruderschaft annähern würde".

US-Präsident Trump ließ auf Truth Social in dieser Woche erklären:

"Hoffentlich wird Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln – keine Atomwaffen."

Eine mögliche militärische Attacke der USA werde laut Trump "viel schlimmer als die Operation Midnight Hammer". Bei dieser Attacke im Vorjahr hatte das US-Militär mehrfach Atomanlagen in Iran bombardiert. US-Kriegsminister Pete Hegseth erklärte dazu am Freitag, das Militär sei vollumfänglich bereit, die Anweisungen von Präsident Donald Trump in Bezug auf Iran umzusetzen.

Mehr zum Thema - Moskau: Putin trifft sich mit oberstem iranischen Sicherheitschef

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.