
US-Generalstaatsanwältin: FBI hält Tausende von Epstein-Dokumenten zurück

Die US-Generalstaatsanwältin Pam Bondi hat dem FBI vorgeworfen, "Tausende Seiten" Dokumente im Kontext der Ermittlungen gegen den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückzuhalten. In einem Schreiben an den neu ernannten FBI-Direktor Kash Patel forderte Bondi die sofortige Freigabe aller einschlägigen Akten.
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Zuvor hatte das Justizministerium eine Reihe von Dokumenten mit dem Titel "The Epstein Files: Phase 1" – die es inzwischen der Allgemeinheit auf seiner Webseite zugänglich gemacht hat – an eine ausgewählte Gruppe konservativer Influencer zukommen lassen. Bekannte Persönlichkeiten wie Chaya Raichik von "Libs of TikTok", der Journalist Jack Posobiec, die Meinungsmacherin Liz Wheeler und der konservative Kommentator Mike Cernovich wurden beim Verlassen des Weißen Hauses mit Ordnern gesehen, auf denen der Titel des Projekts stand.
Diese Dokumente waren jedoch stark geschwärzt und enthielten größtenteils bereits bekannte Informationen. "Wir bekamen die Mappe am Mittag. Generalstaatsanwältin Bondi wollte wissen, was wir hatten, was nichts Wesentliches war", schrieb Cernovich in einem Beitrag auf X und fügte hinzu, dass das FBI "die wirklichen Informationen zurückhielt und die Generalstaatsanwältin Bondi Kash Patel anwies, Arschtritte zu verteilen".
In einem anderen Beitrag, bei dem Cernovich auf einen X-Post reagierte, der das Schreiben von Bondi an den FBI-Chef enthielt, bestätigte er, dass die Generalstaatsanwältin "im Interesse der Transparenz veröffentlicht" hat, "was sie in ihrem Besitz hatte".
Yes. I can confirm this. AG Pam Bondi released what she had in her possession for the sake of transparency.Unfortunately some bad actors within SDNY and the FBI NYC field office with held documents.AG Bondi is working on this tirelessly. https://t.co/ZsiIe0QrEW
— Cernovich (@Cernovich) February 27, 2025
In dem Schreiben an Patel vom Donnerstag behauptet Bondi, dass trotz der Zusicherungen seiner Amtsvorgänger beim FBI, dass ihr Büro den kompletten Satz der Epstein-Dokumente erhalten hatte, ein Tipp von einem Insider die Existenz zusätzlicher, nicht veröffentlichter Dateien aufdeckte. Der ursprüngliche Stapel, der Bondis Büro zur Verfügung gestellt wurde, umfasste Berichten zufolge etwa 200 Seiten, darunter Flugprotokolle, Kontaktinformationen und Identitäten der Opfer, was nach Ansicht der Generalstaatsanwältin bereits genug war, um "einen krank zu machen".
"Bis morgen, 28. Februar, um 8.00 Uhr wird das FBI meinem Büro die vollständigen Epstein-Akten übergeben, einschließlich aller Aufzeichnungen, Dokumente, Audio- und Videoaufzeichnungen und Materialien im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein und seinen Klienten, unabhängig davon, wie diese Informationen erlangt wurden. Es wird keine Zurückhaltung [von Dokumenten] oder Einschränkungen für meinen oder Ihren Zugang geben",
schrieb Bondi in ihrem Brief an Patel.
Die begrenzte Freigabe der Epstein-Akten wurde von der Abgeordneten Anna Paulina Luna aus Florida kritisiert, die die von Präsident Donald Trump neu eingerichtete Taskforce zur Freigabe von Informationen leitet. "Das ist nicht das, worum wir oder das amerikanische Volk gebeten haben. Holen Sie uns die Informationen, um die wir gebeten haben, anstatt alte Informationen an die Presse weiterzugeben", schrieb Luna auf X.
This is the story:President Trump & AG Pam Bondi committed to releasing the Epstein files.The FBI was told to deliver the files to Bondi.They did, about 200 pages.Bondi smelled a rat, because there was nothing juicy in the 200 pages, just flight logs & a Rolodex of phone…
— Liz Wheeler (@Liz_Wheeler) February 27, 2025
Kurz nach seinem Amtsantritt unterzeichnete Trump eine Verfügung, die die Freigabe der Epstein-Akten sowie von Geheimdokumenten im Zusammenhang mit den Ermordungen von Präsident John F. Kennedy, dessen Bruder Robert F. Kennedy sowie dem Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. anordnete.
Der Fall Epstein hat aufgrund seines umfangreichen Netzwerks an hochkarätigen Partnern, darunter der ehemalige US-Präsident Bill Clinton, der britische Prinz Andrew, der milliardenschwere Microsoft-Mitbegründer Bill Gates und zahlreiche andere Prominente aus Politik, Medien und Wirtschaft, international große Aufmerksamkeit erregt.
Trump kannte Epstein auch persönlich, hat aber bestritten, jemals seine Privatinsel besucht zu haben, und behauptet, er habe die Beziehungen zu ihm in den 1990er Jahren abgebrochen – Jahre vor dessen erster Verhaftung wegen Anstiftung Minderjähriger zur Prostitution im Jahr 2006. Trump hat versprochen, alle Akten zum Fall Epstein freizugeben.
Der Abgeordnete des Bundesstaates Tennessee, Andy Ogles, ist besorgt über die mögliche Vernichtung sensibler Dokumente und hat einen Gesetzesentwurf eingebracht, der darauf abzielt, alle nicht öffentlichen Unterlagen über Epstein aufzubewahren. In einem Brief an Bondi kündigte Ogles am Mittwoch seine Absicht an, den Preventing Epstein Documentation Obliteration Act, kurz PEDO Act, einzubringen, nachdem "berichtet wurde, dass bestimmte FBI-Agenten angeblich versuchten, wichtige Unterlagen zu vernichten".
Epstein, ein Finanzier, der jahrelang mit den Reichen und Berühmten verkehrte, soll zahlreiche junge Frauen – von denen viele minderjährig waren – seinen mächtigen Bekannten vorgestellt und sie an Bord seines Jets, dem sogenannten "Lolita Express", zu seiner privaten Karibikinsel geflogen haben. Er wurde 2019 verhaftet und starb später im selben Jahr in einer Gefängniszelle auf Manhattan. Sein Tod wurde offiziell als Selbstmord eingestuft, wobei es an dieser Version erhebliche Zweifel gibt.
Mehr zum Thema – Gerichtsverfahren in den USA: War Jeffrey Epstein ein Mossad-Agent?
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