Nordamerika

"Mehr Sanktionen, mehr tödliche Waffen" – Hillary Clinton will Druck auf Russland erhöhen

Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton fordert mehr Druck auf Russland. Auch gegen neutrale sowie russlandfreundliche Länder müsse man vorgehen. Diese müssten zu der Erkenntnis gelangen, dass sie sich gegen Moskau zu wenden haben, so Clinton.
"Mehr Sanktionen, mehr tödliche Waffen" – Hillary Clinton will Druck auf Russland erhöhen© Michael M. Santiago/Getty Images

Angesichts der Lage in der Ukraine fordert die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton härtere Sanktionen gegen Russland. Außerdem sollte der Druck auf Saudi-Arabien, China und weitere Länder erhöht werden, um sie auf die Anti-Moskau-Linie zu bringen. Clinton sagte am Sonntag in einem Interview mit NBC News:

"Wir müssen schneller mehr Sanktionen gegen Russland verhängen und versuchen, mehr Länder davon zu überzeugen, dass es in ihrem Interesse ist, das zu unterstützen."

"Ich denke, es ist an der Zeit, den Druck zu erhöhen."

Obwohl US-Präsident Joe Biden und weitere westliche Staatsoberhäupter die beispiellose Härte der bereits verhängten Sanktionen hervorgehoben haben, betonte Clinton, dass diese nicht weit genug gingen.

Die einzige Möglichkeit, das Blutvergießen in der Ukraine zu beenden, sei, alles in der Macht Stehende zu tun, um Putin noch höhere Kosten aufzuerlegen. Sie erklärte:

"Es kann mehr getan werden, um den Druck und den Stress zu erhöhen. Zusätzliche Sanktionen, mehr Hilfe in Form tödlicher Waffen."

Außerdem schlug Clinton vor, mehr russische Banken vom SWIFT-System für internationale Transaktionen auszuschließen. Sie sagte auch, dass mehr getan werden könne, um Russlands Öl- und Erdgasverkäufe zu unterbinden. Moskau solle aus der G20 ausgeschlossen werden. Clinton hob hervor:

"Ich würde es nicht zulassen, dass Russland in die Organisation zurückkehrt."

Sie fügte hinzu, dass sie russischen Vertretern die Teilnahme am G20-Gipfel in Indonesien in diesem Jahr verbieten würde:

"Wenn sie darauf bestehen würden, buchstäblich dort aufzutauchen, würde ich hoffen, dass es einen bedeutenden, wenn nicht gar totalen Boykott geben würde."

Die ehemalige US-Außenministerin, die neben anderen angeblichen Schuldigen wiederholt den Kreml für ihre Niederlage gegen Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen 2016 verantwortlich gemacht hat, forderte auch eine persönliche Bestrafung des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

NBC-Moderator Chuck Todd unterstellte Saudi-Arabien, sich auf die Seite Putins gestellt zu haben, weil sich die saudische Führung geweigert habe, die Ölproduktion zu erhöhen. Daher könnten die westlichen Länder die russischen Lieferungen nicht unterbrechen. Clinton sagte dazu, sie sei "enttäuscht" von Riads Entscheidung und forderte, den Druck auf das OPEC-Mitglied zu erhöhen, um es für die Anti-Russland-Agenda des Westens zu gewinnen. Sie erklärte:

"Ich würde sicherlich alles tun, was mir zur Verfügung steht, um zu versuchen, mehr Überzeugungsarbeit zu leisten, wenn Sie so wollen, und über Konsequenzen zu sprechen."

"Ich denke, man muss Zuckerbrot und Peitsche einsetzen."

"Wir befinden uns gerade in einer existenziellen Krise."

Die Politikerin beklagte auch, dass andere große Länder, darunter China und Indien, weiterhin russische Energieprodukte importieren, während sie "versuchen, herauszufinden, auf welcher Seite sie in dieser Sache stehen". Sie rief dazu auf, den Druck auf neutrale oder russlandfreundliche Länder zu erhöhen, damit diese erkennen, dass sie sich gegen Moskau wenden sollten.

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