Nordamerika

Boykottaufrufe gegen Starbucks nach Entscheidung gegen Impfpflicht für Mitarbeiter

Der weltberühmte Kaffeeriese Starbucks ist in die Kritik geraten, weil er sich in den USA gegen eine Impfpflicht für COVID-19 entschieden hat. Nun wird in den sozialen Medien zum "Boykott von Starbucks" aufgerufen.
Boykottaufrufe gegen Starbucks nach Entscheidung gegen Impfpflicht für Mitarbeiter© Getty Images / Scott Olson

Sowohl Kunden als auch Starbucks-Barista haben erklärt, dass sie sich weigern, ein Unternehmen zu unterstützen, das keine Impfungen für seine Mitarbeiter vorschreibt, egal wie berühmt es ist. Ein Twitter-Nutzer schrieb:

"Wer will schon, dass ungeimpfte Leute mit seinem Essen und seinen Getränken hantieren."

Andere machten sich bitterlich über die Vorstellung lustig, dass "Starbucks jetzt COVID-19 mit dem köstlichen heißen Kaffee serviert."

Ausgelöst wurde die öffentliche Reaktion durch die Entscheidung von Starbucks, von seinem zuvor angekündigten Plan abzurücken, alle US-Mitarbeiter bis zum 9. Februar gegen COVID-19 impfen zu lassen oder sich wöchentlichen Tests zu unterziehen. Das Unternehmen hat diesen Plan aufgegeben, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA Anfang des Monats das von der US-Regierung vorgeschlagene Impfmandat für große Unternehmen abgelehnt hatte. Ohne dieses Mandat müssen die Unternehmen selbst entscheiden, wie sie der Ausbreitung der Pandemie begegnen wollen.

Der Chef von Starbucks in Nordamerika John Culver erklärte am Dienstag in einer Mitteilung an die Mitarbeiter:

"Wir respektieren die Entscheidung des Gerichts und werden sie befolgen."

Culver wies jedoch darauf hin, dass die Starbucks-Mitarbeiter nach wie vor aufgefordert sind, sich impfen zu lassen. Er fügte hinzu, dass die "überwiegende Mehrheit" der rund 200.000 US-Mitarbeiter von Starbucks bereits vollständig geimpft sei, nannte aber keine genauen Zahlen.

Die Mitarbeiter des Unternehmens waren mit der Entscheidung der Geschäftsleitung nicht zufrieden und legten Anfang des Monats in einer Starbucks-Filiale in Buffalo (New York), der ersten gewerkschaftlich organisierten Filiale des Unternehmens, die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft – Starbucks Workers United – wurde erst letzten Monat gegründet und vertritt zwei Starbucks-Filialen in Buffalo und Umgebung. Sie kritisierte die Rücknahme des Impfmandats durch das Unternehmen und erklärte, die Entscheidung sei ohne Rückmeldung der Mitarbeiter getroffen worden.

Starbucks lehnte es auf Anfrage von Yahoo Finance ab, sich zu den öffentlichen Reaktionen auf die Entscheidung über die Impfpflicht zu äußern. Das Unternehmen hat in dieser Woche eine Reihe von COVID-19-Sicherheitsprotokollen eingeführt, darunter die Vorschrift, dass die Mitarbeiter dreilagige medizinische Masken tragen müssen, und die Ausweitung der Selbstisolierungspolitik. Starbucks bietet außerdem weiterhin zwei Stunden bezahlten Urlaub für Mitarbeiter an, die sich impfen lassen.

Mehr zum Thema - USA: Hepatitis A bei tausenden Starbucks-Gästen wegen eines infizierten Angestellten?

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