Nordamerika

US-Senator: "Atomschlag gegen Russland nicht ausschließen"

Ein US-Senator hat das Weiße Haus aufgefordert, einen "nuklearen Ersteinsatz" gegen Russland nicht auszuschließen. Auch ein Bodeneinsatz sei eine Möglichkeit. Geschichte wiederhole sich, daher sollten die USA aus dem Vorfall mit dem Sudetenland lernen und rechtzeitig reagieren, so der Politiker.
US-Senator: "Atomschlag gegen Russland nicht ausschließen"Quelle: Reuters © Brendan McDermid

Der republikanische Senator von Mississippi Roger Wicker hat in einem Interview mit Neil Cavuto bei Fox News die Möglichkeit sowohl eines Bodeneinsatzes wie auch eines Atomschlags gegen Russland ins Spiel gebracht, sollten die USA in einen Konflikt um die Ukraine verwickelt werden. Wicker sagte am Dienstag:

"Ich würde eine militärische Aktion nicht ausschließen. Ich denke, wir machen einen Fehler, wenn wir Optionen vom Tisch nehmen. Also hoffe ich, dass der US-Präsident diese Option auf dem Tisch behält."

Auf die Frage, was eine Militäraktion gegen Russland beinhalten würde, antwortete der Republikaner, das könne bedeuten, "dass wir uns mit unseren Schiffen im Schwarzen Meer absetzen und die russischen militärischen Kräfte vernichten". Er betonte:

"Ich würde US-Truppen auf dem Boden nicht ausschließen."

Der Senator und fügte hinzu, dass die USA auch einen "nuklearen Ersteinsatz" gegen Russland nicht ausschließen sollten.

"Wir glauben nicht, dass es dazu kommen wird, aber es gibt bestimmte Dinge in Verhandlungen, die man nicht vom Tisch nehmen sollte, wenn man hart bleiben will. Deshalb denke ich, dass der Präsident sagen sollte, dass alles auf dem Tisch bleibt."

Wickers Äußerungen wurden allgemein verurteilt und von Kritikern als "verrückt" und "blutrünstig" bezeichnet. Jon Wolfsthal, der als Sonderberater von Joe Biden für nukleare Sicherheit und als leitender Direktor für Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung im Nationalen Sicherheitsrat der USA tätig war, nannte Wickers Worte "gefährlich und unverantwortlich". Der republikanische Kongressabgeordnete Adam Kinzinger aus Illinois unterstützte seinen Parteikollegen jedoch und forderte, alle Karten auf den Tisch zu legen. Kinzinger verglich das heutige Russland mit Nazi-Deutschland und erklärte:

"Russland rückt vor, bis es auf eine Mauer stößt. Wir können die Mauer sein, oder wir können uns aus dem Sudetenland zurückziehen und hoffen, dass er nicht die Absicht hat, die gesamte Sowjetunion wieder aufzubauen. Die Geschichte wiederholt sich, aber wir leugnen immer, dass dies passiert."

Noch vor dem Gespräch, das der russische Präsident Wladimir Putin am Dienstag per Videokonferenzschaltung mit dem US-Präsidenten Joe Biden führen wollte, warf die Biden-Regierung Moskau wiederholt vor, angeblich eine Invasion in der Ukraine zu planen, was vom Kreml als "Fake News" zurückgewiesen wurde.

Nach den Gesprächen verkündete der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan:

"Wir glauben immer noch nicht, dass Präsident Putin eine Entscheidung getroffen hat, in die Ukraine einzumarschieren."

Er betonte aber, dass US-Präsident Biden sehr deutlich die Konsequenzen dargelegt habe, falls Moskau sich zu einem solchen Schritt entschließen würde.

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