Nordamerika

USA: "Impfpflicht durch die Hintertür" für immer mehr Menschen

In den USA wird für immer mehr Gruppen von Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus verbindlich. Auch das Militär zieht nun nach. In New York protestierten am Montag Hunderte Menschen gegen eine neue Verordnung, die eine Impfung für viele Bereiche des alltäglichen Lebens zur Voraussetzung macht.

Bereits seit Längerem ist eine Impfung Pflicht für alle Staatsbediensteten, z. B. in Behörden. Wer sich nicht impfen lässt, ist einer Vielzahl an Einschränkungen und Regelungen unterworfen. Am Montag kündigte nun das Pentagon an, dass sich ab Mitte September alle Angehörigen des US-Militärs gegen das Coronavirus impfen lassen müssen. "Sie können dieses Memo heute als das betrachten, was wir beim Militär einen Warnbefehl nennen würden", erklärte Pentagon-Sprecher John Kirby.

"Einen Warnbefehl an die Truppe, dass dies kommen wird, und wir wollen, dass Sie auch darauf vorbereitet sind. Und natürlich würden wir es vorziehen, wenn Sie sich jetzt impfen ließen und nicht auf die Verpflichtung warten."

Wie es auch schon in anderen Bereichen üblich ist, müssen alle Ungeimpften dann mit zusätzlichen Anforderungen und Einschränkungen rechnen. Welche Einschränkungen für die Angehörigen des Militärs zukünftig gelten werden, wenn sie nicht geimpft sind, ließ der Pentagon-Sprecher offen.

New York: Impfung erforderlich für Restaurantbesuch

Auch der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hat eine Art "Impfpflicht" angekündigt, die in weiten Bereichen des öffentlichen Lebens gelten soll. Die Neuregelung tritt am 16. August in Kraft. Dann dürfen Menschen unter anderem nur noch dann in Innenräumen von Restaurant essen, wenn sie bereits mindestens eine Impfdosis erhalten haben.

De Blasios Strategie setzt auf eine hohe Impfquote. Damit hofft er, die Schließungen von Schulen, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen sowie die Wiedereinführung einer Maskenpflicht auch bei steigenden Infektionszahlen zu vermeiden. Dass er dazu den Zugang zu vielen Bereichen des Alltags für Ungeimpfte erschwert, stößt auf Widerstand bei Menschen, die sich nicht impfen lassen möchten und die die neuen Beschränkungen und Regelungen für Ungeimpfte als Eingriff in ihre Freiheitsrechte wahrnehmen.

"Die Menschen erkennen, dass unsere Freiheiten auf dem Spiel stehen", erklärt Bill, einer der Demonstranten.

"Wenn Sie sich impfen lassen wollen, wenn Sie eine Maske tragen wollen, dann ist das Ihr gutes Recht als Amerikaner. Aber wenn Sie Nein sagen, dann sollten Sie nicht in Ihrer Existenz bedroht sein, und Ihre Kinder sollten nicht gezwungen sein, zu Hause zu bleiben, wenn Sie sich nicht daran halten. Das ist Amerika, wir haben Rechte, und nur darum geht es, um unser Recht, selbst zu entscheiden."

Zu Protesten wie am Montag in New York kommt es derzeit weltweit, zuletzt etwa auch in Frankreich und Griechenland, wo ähnliche Regelungen umgesetzt werden. Auch in Deutschland sind ähnliche Maßnahmen geplant.

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