Nordamerika

Null-Toleranz-Politik: CNN entlässt drei ungeimpfte Mitarbeiter

CNN-Präsident Jeff Zucker hat die Entlassung dreier Mitarbeiter bestätigt, die ohne COVID-19-Impfung ins Büro gekommen waren. CNN verfolge eine Null-Toleranz-Politik in dieser Frage, so Zucker. Die geplante Rückkehr der Belegschaft ins Büro werde verschoben.
Null-Toleranz-Politik: CNN entlässt drei ungeimpfte MitarbeiterQuelle: Reuters © BRIAN SNYDER

Drei CNN-Mitarbeitern, die ohne COVID-19-Impfung im Büro erschienen sind, wurden die Verträge gekündigt. Oliver Darcy, ein Journalist des Fernsehsenders, teilte am Donnerstag unter Berufung auf CNN-Präsident Jeff Zucker mit, dass eine Impfung gemäß der Unternehmensvorgaben zwingend erforderlich sei. Auf Twitter zitierte Darcy aus einer internen Mitteilung von CNN-Präsident Zucker an die Mitarbeiter:

"Vergangene Woche haben wir erfahren, dass drei Mitarbeiter ungeimpft ins Büro kamen. Alle drei wurden entlassen. Ich möchte klarstellen, dass wir in dieser Frage eine Null-Toleranz-Politik verfolgen."

Dieser Schritt ist einer der ersten veröffentlichten Fälle eines privatwirtschaftlichen US-amerikanischen Arbeitgebers außerhalb des Gesundheitswesens, der Mitarbeiter entlässt, die sich nicht gegen COVID-19 impfen lassen. Im Juni hatte das Houston Methodist Krankenhaus in Texas mitgeteilt, dass 153 Mitarbeiter entweder entlassen oder vom Dienst suspendiert worden seien, weil sie sich weigerten, den Impfvorgaben des Unternehmens nachzukommen.

Unterdessen gab der CNN-Präsident bekannt, dass er eine für den 7. September geplante Rückkehr der Belegschaft zur Arbeit im Büro verschieben werde. Nun plane das Management des Senders dies für Mitte Oktober. Zucker sagte:

"Dies war keine leichte Entscheidung und es gibt viel zu bedenken."

CNN hat auf dem Höhepunkt der Pandemie die Zahlen zu COVID-19-Todesfällen hochgespielt, um die Einschaltquoten zu steigern. Der Sender unterstützt drakonische Maßnahmen zur sozialen Distanzierung und ist ein Befürworter breit angelegter Impfkampagnen. Leana Wen, eine medizinische Analytikerin bei CNN und ehemalige Präsidentin von Planned Parenthood, hat im April im US-Fernsehen erklärt, sie befürchte, dass die US-Amerikaner die Freiheit, sich nicht impfen zu lassen, in Anspruch nehmen würden, solange die Biden-Regierung keine Impfungen vorschreibe. Anfang dieser Woche sagte sie, alle Menschen sollten in der Öffentlichkeit Masken tragen, da man Ungeimpften nicht vertrauen könne.

Mehrere Länder, darunter die USA, haben in den vergangenen Wochen aufgrund der Verbreitung der Delta-Variante einen Anstieg der COVID-19-Infektionen verzeichnet. Nach Angaben der US-Zentralen für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten stieg die Zahl der Infektionen in den USA in den letzten zwei Wochen um 139 Prozent gegenüber dem vorherigen Vergleichzeitraum. In diesem Zusammenhang führten viele große US-Unternehmen eine interne Richtlinie zur Impfpflicht von Büroangestellten ein und verlängerten das Arbeiten von zu Hause für diejenigen, die nicht rechtzeitig geimpft werden können.

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