Nordamerika

Trump auf Kundgebung: Führungskräfte im US-Militär sind schwach und ineffektiv, aber "woke"

Am Samstag hielt der vormalige US-Präsident Donald Trump seine erste große Kundgebung seit Januar ab. Trump beschimpfte die Fake-News-Medien, den US-Präsident Biden und bedauerte, dass die Führung des US-Militärs schwach und ineffektiv ist, weil sie stattdessen "woke" geworden sei.

Der 45. US-amerikanische Präsident Donald Trump sprach am Samstag bei seiner ersten großen Kundgebung seit Monaten zu seinen Anhängern in Wellington in Ohio  und ließ sie auf einer neuen Online-Medienplattform übertragen, um der Zensur durch die Big-Tech zu entgehen.

Trump dankte den "Patrioten", die an der Veranstaltung teilnahmen, für die "unglaubliche Beteiligung" und griff dann sofort die Regierung seines Nachfolgers von der Demokratischen Partei der USA an:

"Nach nur fünf Monaten ist die Biden-Administration bereits eine komplette und totale Katastrophe."

"Die armen Grenzen, sie waren so perfekt", klagte Trump in Bezug auf die strenge Einwanderungspolitik während seiner eigenen Präsidentschaft und machte die derzeitige Regierung für die Migrantenkrise an der Grenze von Mexiko zu den USA verantwortlich. Er kritisierte Biden auch in Bezug auf die Außenpolitik und behauptete, dass "China, Russland und Iran unser Land demütigen".

Trump kommentierte die neuesten Trends im Pentagon:

"Haben Sie in letzter Zeit diese Generäle im Fernsehen gesehen? Sie sind 'woke'. Die militärische Führung ist schwach und ineffektiv geworden, und unsere Feinde schauen zu – und sie lachen."

Er beanspruchte jedoch die Anerkennung für den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan für sich, den die Biden-Administration nun bis zum 11. September abschließen will. Trump sagte:

"Ich habe den Prozess gestartet. Alle Truppen kommen zurück. Sie konnten den Prozess nicht aufhalten. 21 Jahre sind genug, finden wir nicht?"

Trump verspottete auch die "Fake News"-Medien und fragte die bei der Kundgebung anwesenden Reporter:

"Vermissen Sie mich? Sie vermissen mich. Sie schauen auf ihre schlechten Einschaltquoten und sagen: 'Wir vermissen diesen Kerl.' Ich habe gesagt, dass das passieren wird, ich hatte darauf gewartet, dass sie mich unterstützen, eigentlich."

Mehrere große US-amerikanische Nachrichtensender (CNN, MSNBC, FOX) entschieden sich dennoch laut US-Nachrichtenseite Deadline, Trumps jüngste Rede nicht auszustrahlen, wogegen nur C-SPAN die Kundgebung als Teil seiner "Road to 2024"-Serie übertrug. Der Ex-Präsident erwähnte die Netzwerke während der Veranstaltung als "Fake-News-CNN" und "-MSDNC", bevor er hinzufügte: "FOX war auch nicht so toll, oder?"

Während die Kundgebung eigentlich darauf abzielte, Pro-Trump-Kandidaten der Republikaner bei den anstehenden Zwischenwahlen im Jahr 2022 zu unterstützen, wurde Trumps potenzielle erneute Kandidatur für das Weiße Haus 2024 mehrmals angesprochen oder zumindest angedeutet.

"Wir haben die Wahl zweimal gewonnen, und es ist möglich, dass wir sie ein drittes Mal gewinnen müssen", sagte Trump in seiner Rede und erneuerte damit seine Weigerung, die Wahl Joe Bidens im Jahr 2020 anzuerkennen. Als Reaktion darauf begann das Publikum zu skandieren: "USA!"

Der republikanische US-Abgeordnete Jim Jordan aus dem US-Bundesstaat Ohio, ein überzeugter Anhänger des Ex-Präsidenten, berichtete Trump auf offener Bühne von den Wünschen seiner Unterstützer:

"Sie wollen von Ihnen hören. Vor allem wollen sie, dass Sie 2024 kandidieren und wieder ins Weiße Haus einziehen."

Zum Schluss lobte Trump noch einmal seine Unterstützer und versprach, dass die Bewegung "niemals aufgeben wird" und dass "der Kampf gerade erst begonnen hat". Unter anderem versprach der vorige US-Präsident, die "Big-Tech-Monopole zu brechen" und "das Recht auf Redefreiheit in den USA wiederherzustellen."

Seit seiner letzten großen Kundgebung in Washington, D.C. am 6. Januar, nach der er beschuldigt wurde, den anschließenden Sturm auf das Kapitol angezettelt zu haben, ist der ehemalige US-Präsident von nahezu allen Social-Media-Plattformen verbannt worden. Nach monatelangem Schweigen in den sozialen Medien bestätigte Trumps Büro am Samstag, dass der Ex-Präsident nun ein offizielles Konto auf Rumble hat, einer rivalisierenden Videoplattform zu YouTube, wo auch die Aufzeichnung seiner Rede nun vollständig verfügbar ist.

Mehr zum ThemaOperation Anime: Onkel Sam will die Generation Z ködern

Sehr geehrte RT DE-Leser,

wir sind auf einen neuen Dienst für die Kommentarfunktion umgestiegen.

Da wir die Privatsphäre unserer Leser respektieren und Ihre Daten nicht an eine Drittplattform übermitteln werden, müssen Sie sich erneut registrieren. Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeit und hoffen, dass sie sich weiterhin mittels der Kommentarfunktion über aktuelle Themen austauschen und informieren können.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre RT DE-Redaktion