Nordamerika

NSA-Whistleblowerin aus US-Haft entlassen

Die Whistleblowerin Reality Winner wird wegen guter Führung frühzeitig aus der Haft entlassen. Sie hatte ein klassifiziertes Dokument an The Intercept weitergeleitet, in dem es um die vermeintliche Einflussnahme Russlands auf die US-Wahlen 2016 ging.
NSA-Whistleblowerin aus US-Haft entlassenQuelle: AFP © OFF / AFP

Am Montag wurde bekannt, dass Reality Leigh Winner nach zweieinhalb Jahren aus der Haft entlassen wurde. Sie hatte nachrichtendienstliche Informationen an The Intercept weitergeleitet, die die russische Einflussnahme auf den US-Wahlkampf im Jahr 2016 belegen sollten. Ihre Festnahme erfolgte im Juni 2017.

Winners Anwältin Alison Grinter Allen teilte am Montag in einer Erklärung mit:

"Ich bin begeistert, verkünden zu können, dass Reality Winner aus dem Gefängnis entlassen worden ist. Sie ist immer noch in Haft in der Residenz für den Wiedereingliederungsprozess (Halfway House), aber wir sind erleichtert und hoffnungsvoll."

Für den Übergangsprozess erbaten sich Winner und ihre Familie Privatsphäre. Das Trauma der Inhaftierung und die verlorenen Jahre müssten erst aufgearbeitet werden. Ihre Entlassung sei keine Begnadigung, sondern das "verdiente" Resultat "vorbildlichen Verhaltens". Sie war zu einer Haftstrafe von fünf Jahren verurteilt worden. Noch immer sei es ihr untersagt, öffentlich aufzutreten. Alle Anfragen liefen über das Büro ihrer Anwältin.

In dieser Woche ist es auch 50 Jahre her, dass die New York Times mithilfe des heute 90 Jahre alten Whistleblowers Daniel Ellsberg erste Auszüge der Pentagon-Papiere geleakt hatte. Bekannter jedoch ist WikiLeaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange. Er veröffentlichte klassifizierte Dokumente der Vereinigten Staaten, die die USA der Kriegsverbrechen überführten. Aus Angst vor einer Auslieferung an die USA hatte er sich jahrelang in der ecuadorianischen Botschaft Londons aufgehalten, bis er verhaftet wurde und seitdem in dem britischen Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh einsitzt.

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