Nordamerika

Haftbefehl gegen US-Schockrocker Marilyn Manson – Anwalt des Musikers: Vorwürfe "lächerlich"

Die Polizei des US-Bundesstaates New Hampshire stellte einen Haftbefehl gegen Rockmusiker Marilyn Manson aus. Dem Rocker wird vorgeworfen, bei einem Konzertauftritt im August 2019 in Gilford eine Kamerafrau angegriffen zu haben. Mansons Anwalt weist die Vorwürfe zurück.
Haftbefehl gegen US-Schockrocker Marilyn Manson – Anwalt des Musikers: Vorwürfe "lächerlich"Quelle: Gettyimages.ru © Tim Mosenfelder

Bei einem Konzertauftritt im August 2019 in Gilford im Bundesstaat New Hampshire soll der US-Schockrocker Marilyn Manson eine Kamerafrau angegriffen haben. Ein Haftbefehl gegen Manson wurde noch im Oktober 2019 ausgestellt. Trotz wiederholter Benachrichtigungen kehrte der exzentrische Musiker, der für seine düstere Kleidung und sein bleich geschminktes Gesicht bekannt ist, nicht nach New Hampshire zurück, um sich zu stellen. Deshalb machte die Polizei den Haftbefehl publik, wie der Chef der Gilford-Polizeibehörde Anthony Burpee der New York Times mitteilte. Nach Angaben der Medien soll Manson die Frau bespuckt haben.

Der Anwalt des Rockmusikers Howard King wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die Anklage als "lächerlich". Der Jurist berichtete gegenüber der New York Times, dass die Kamerafrau mehr als 35.000 US-Dollar verlangt habe, "nachdem eine kleine Menge Speichel mit ihrem Arm in Kontakt gekommen war". Ihm zufolge fragte er nach Beweisen für den mutmaßlichen Schaden und erhielt keine Antwort. Es sei bekannt, dass Manson während der Konzertauftritte das Publikum gern provoziere, betonte King.

Im Februar hatte Mansons ehemalige Partnerin, die Schauspielerin Evan Rachel Wood, Beschuldigungen gegen ihren Ex-Freund geäußert. Manson habe sie angeblich "schrecklich missbraucht". Ihren Vorwürfen schlossen sich auch weitere Frauen an und bezichtigten Manson des körperlichen und emotionalen Missbrauchs, erzwungenen Drogenkonsums und der Folter.

Die Schauspielerin Esmé Bianco verklagte den Musiker wegen sexueller Übergriffe. Die frühere Assistentin des Schockrockers Ashley Walters reichte ebenfalls eine Klage gegen Manson ein. Der Rockmusiker bestreitet die Beschuldigungen. In einem Instagram-Post antwortete er auf Woods Vorwürfe:

"Natürlich sorgten meine Kunst und mein Leben lange Zeit für Kontroversen, aber diese jüngsten Vorwürfe gegen mich sind schreckliche Verzerrungen der Realität. Meine intimen Beziehungen waren immer völlig einvernehmlich mit gleichgesinnten Partnerinnen. Unabhängig davon, wie – und warum – andere sich jetzt dafür entscheiden, die Vergangenheit falsch darzustellen, ist das die Wahrheit."

Der Chef der Gilford-Polizeibehörde unterstrich, die Anklage gegen Manson in New Hampshire habe mit den Beschuldigungen wegen der angeblichen sexuellen Übergriffe nichts zu tun. Angesichts der zahlreichen Missbrauchsvorwürfe solle Manson den Angelegenheiten in New Hampshire jedoch seine Aufmerksamkeit schenken.

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