Nordamerika

USA: Zweiter Gefahrgüterzug innerhalb von 24 Stunden entgleist und in Brand geraten

Im US-Bundesstaat Iowa ist ein mit Düngemitteln beladener Gefahrguttransport entgleist und hat Feuer gefangen, nur 24 Stunden nach der jüngsten Entgleisung eines Gefahrgüterzugs in Minnesota. Dies ist der dritte Vorfall dieser Art in einer Woche in den USA.
USA: Zweiter Gefahrgüterzug innerhalb von 24 Stunden entgleist und in Brand geratenQuelle: Reuters © NATHAN MINTEN

Am Sonntag ist im Nordwesten des US-Bundesstaats Iowa ein mit Düngemitteln beladener Güterzug entgleist und hat eine Teilevakuierung einer nahe gelegenen Gemeinde ausgelöst. Experten der Feuerwehr für die Bergung von Gefahrgut und Dekontamination kamen zum Einsatz. Dies ist der zweite Vorfall dieser Art in den USA innerhalb von 24 Stunden.

Das Unglück ereignete sich am Sonntag gegen 14 Uhr am Rande von Sibley, einer Kleinstadt mit etwa 2.700 Einwohnern im Nordwesten von Iowa an der Grenze zu Minnesota. Verletzte wurden bisher nicht gemeldet, ein Teil der Ortschaft wurde jedoch wegen der Gefährdungslage evakuiert, da die zuständigen Behörden vorschriftsgemäß das Gebiet im Umkreis von acht Kilometern um den Unfallort abriegelten.

Der Zug hatte sowohl fertige Düngemittel als auch verschiedene Chemikalien für die Düngemittelproduktion geladen, darunter hochflüchtiges Ammoniumnitrat, wie lokale Medien berichteten. Bei der Entgleisung stapelten sich Dutzende Güterwaggons übereinander. Einige davon gerieten in Brand, wobei eine große schwarze Rauchwolke entstand, wie auf Bild- und Videomaterial vom Unfall im Internet zu sehen ist.

"Elijah Helton

ist vor Ort bei einer Zugentgleisung in Sibley – einer ziemlich großen. Und

@ScottByers19

hat kurz zuvor Videos davon aufgenommen.

Auf dem Zug war Ammoniumnitrat, das noch nicht ausgebrannt ist, so die Feuerwache Ocheyedan."

Das volle Ausmaß des Unfalls und der darauffolgenden Notfallmaßnahmen war vorerst unklar. Einem Video, das von Nathan Minten geteilt wurde, ist aber zu entnehmen, dass einige der Waggons auch nach Sonnenuntergang noch in Flammen standen.

"Anwohnern, die in ihren Häusern Schutz suchen, wird empfohlen, die Fenster auf beiden Seiten des Hauses zu öffnen und alle Personen in der Hausmitte zu positionieren", so die vom Radiosender KIWA zitierte Warnung einer Notrufzentrale vor Ort. Weiter hieß es:

"Dies ist eine vorbeugende Sicherheitsmaßnahme für den Fall, dass einer der brennenden Waggons explodiert."

In einer kurzen Stellungnahme bestätigte die Sprecherin der US-Eisenbahngesellschaft Union Pacific Robynn Tysver, dass im Laufe des Zugunglücks mindestens 47 Waggons von den Gleisen abgekommen sind. Der Unfall werde aktuell untersucht.

Dies ist der zweite derartige Vorfall innerhalb von etwa 24 Stunden und der dritte innerhalb von weniger als einer Woche in den USA. Gegen 13:30 Uhr Ortszeit verunglückte am Samstagnachmittag ebenfalls auf dem Schienennetz von Union Pacific ein Güterzug, nur rund 200 Kilometer entfernt in Minnesota, direkt hinter der Bundesstaatsgrenze. Auch dieser Vorfall löste einen Einsatz einer Dekontaminationsmannschaft aus, da aus einem Transportbehälter Salzsäure in die Umgebung austrat.

"Drohne des Senders Sky4 über der Stelle, an der ein Zug von Union Pacific in Albert Lea entgleist ist. 28 Waggons kamen von den Gleisen ab – die Zuständigen untersuchen noch, was sich darin befand. Eine Dekontaminationsmannschaft ist im Einsatz." 

Zuvor, am 11. Mai, entgleiste ein weiterer Güterzug 725 Kilometer entfernt im Zentrum des US-Bundesstaats Illinois. In diesem Fall konnten jedoch die Dekontaminationsexperten bisher keinen Austritt von Chemikalien feststellen.

Auch im Falle dieser Entgleisungen sind die Ursachen noch nicht bekannt.

"Hier ist eine Zusammenstellung von Luftaufnahmen von einer Drohne des Senders @WCIA3 SKY 3. Zu sehen: die Zugentgleisung in der Nähe von Pesotum in Illinois und Arbeiter bei der Räumung der Unfallstelle räumen."

  

 

 

 

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