Nordamerika

US-Außenminister zum Bau von Nord Stream 2: Fertigstellung bleibt den Erbauern überlassen

Auch die Regierung unter US-Präsident Joe Biden ist gegen die Fertigstellung der Gaspipeline Nord Stream 2. Der US-Außenminister Antony Blinken sagte, das Projekt sei Sache der Erbauer. Sanktionen vonseiten der USA könnten dennoch Realität werden. Senatoren üben Druck auf Blinken aus.
US-Außenminister zum Bau von Nord Stream 2: Fertigstellung bleibt den Erbauern überlassenQuelle: www.globallookpress.com © CNP/AdMedia

Kritiker sehen in der Gaspipeline, die von Russland nach Deutschland verläuft, einen Nachteil für die Ukraine. Geleitet wird das Projekt durch das russische Energieunternehmen Gazprom. Die Gaspipeline liefert Energiesicherheit für beteiligte Länder wie Deutschland und soll in diesem Jahr zwischen Juni und September fertiggestellt werden. 

Die USA, die lieber ihr teures Flüssiggas (LNG) an die EU verkaufen wollen, versuchen die Fertigstellung des Projektes zu unterbinden und drohen mit Sanktionen. US-Präsident Joe Biden nannte die Pipeline "einen schlechten Deal für Europa".

Deutschland ist besonders auf diese Energielieferungen angewiesen, da sich die Bundesrepublik den Ausstieg sowohl aus der Atom- als auch aus der Kohleenergie zum Ziel gesetzt hat. 

In einem CNN-Interview sagte der US-Außenminister Antony Blinken

"Naja, letztlich ist es denjenigen überlassen, die versuchen die Pipeline zu bauen und fertigzustellen. Wir wollen nur sichergehen, dass unser Widerstand gegen die Pipeline deutlich verstanden wird."

Blinken war unter Präsident Barack Obama stellvertretender Außenminister. Bei einem Besuch im NATO-Hautquartier betonte der Außenminister die Partnerschaft der Vereinigten Staaten von Amerika zur Europäischen Union. In Bezug auf China ginge es nicht darum, das Land der Mitte zurückzudrängen oder in seinem Wachstum aufzuhalten.

Es gehe um die Interessen und Werte, die man teile. In Bezug auf Russland teile man die Sorge vor der "russischen Aggression". Hier nannte Blinken explizit den angeblichen Vergiftungsversuch auf den Oppositionellen Alexei Nawalny. Er unterstrich auch die Haltung der USA gegenüber Nord Stream 2 und die Mittel von Sanktionen, welche sein Land hiergegen einsetzten könnte.

Die demokratischen Senatoren Bob Menendez, einflussreicher Vorsitzender des Senatsausschusses für auswärtige Beziehungen, und Jeanne Shaheen, die dem Europa-Unterausschuss des Gremiums vorsitzt, forderten von Blinken die schnelle Implementierung von Sanktionen gegen die Pipeline. In einem Brief schrieben sie: 

"Die Pipeline muss gestoppt und Ihre Führung ist zu diesem Zweck erforderlich."

Sie sprachen weiterhin von der Dringlichkeit des Moments.

Mehr zum Thema - US-Außenminister Blinken nutzt Treffen mit Maas für harte Kritik an Nord Stream 2

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team