Nordamerika

36-jähriger Arzt stirbt in den USA nach Corona-Impfung: Autopsie soll Todesursache klären

In Memphis ist ein 36-jähriger Arzt nach einer Impfung gegen COVID-19 an einem Entzündungssyndrom gestorben. Eine Autopsie soll die Todesursache klären. Die Ärzte vermuten, dass eine unentdeckte COVID-19-Infektion zu einer verzögerten Entzündungsreaktion führte.
36-jähriger Arzt stirbt in den USA nach Corona-Impfung: Autopsie soll Todesursache klärenQuelle: www.globallookpress.com © US Joint Staff/via Globallookpress.com

In den USA kam es erneut zu einem Todesfall im zeitlichen Zusammenhang mit einer Corona-Impfung: Wie die Zeitung Daily Memphian berichtet, soll der 36-jährige orthopädische Chirurg Barton Williams verstorben sein, nachdem er eine Impfung gegen COVID-19 erhalten hatte – möglicherweise infolge einer verzögerten Immunantwort auf eine COVID-19-Erkrankung. Die genaue Todesursache ist jedoch noch unklar. Er starb im Alter von 36 Jahren im "Baptist Memorial"-Krankenhaus in Memphis.

Stephen Threlkeld, Facharzt für Infektionskrankheiten im "Baptist Memorial"-Krankenhaus, geht davon aus, dass Williams an einem sogenannten multisystemischen Entzündungssyndrom litt. Das Syndrom, das häufiger bei Kindern zu finden ist und der Kawasaki-Krankheit ähnelt, kann eine Entzündung in den Blutgefäßen verursachen.

Das Entzündungssyndrom sei eine körperliche Reaktion, die auftreten kann, wenn jemand schon vor Wochen oder Monaten an einer COVID-19-Erkrankung litt, und die eine schwere, verzögerte Immunreaktion auslösen kann, die oft schwere Schäden an den Organen hervorruft. Williams soll den Ärzten erzählt haben, dass er sich nicht bewusst war, dass er mit dem SARS-CoV-2-Erreger infiziert war. Sein Testergebnis im Krankenhaus fiel mehrfach negativ aus. Dies sei jedoch nicht ungewöhnlich, erklärte Threlkeld. Es ist möglich, dass Williams die COVID-19-Infektion schon vor langer Zeit hatte, sodass der Test nicht mehr positiv war.

Das Syndrom sei im Wesentlichen eine unkontrollierte immunologische Reaktion auf das Virus, sagte Scott Strome, leitender Dekan der Medizinfakultät an der University of Tennessee. Die Aufgabe des Immunsystems sei es, das Virus zu bekämpfen. Eine seiner grundlegendsten Eigenschaften sei es, sich selbst abzuschalten, wenn es "fertig" ist, so Strome.

Andernfalls könne es zu einer Autoimmun-Reaktion kommen. Der Körper denke dann, dass immer noch eine Bedrohung existiert und schaltet das Immunsystem nicht ab. Dies könne zu einer systematischen Entzündung führen. Es gebe einige wirksame Medikamente, um das Immunsystem abzuschalten, doch bisher wisse man nicht genug, um zu sagen, welche Medikamente man verabreichen sollte. Laut Trekheld habe die Krankheit auch keinen Bezug dazu, wie schwer jemand erkrankt.

Bisher wisse man nur von einer möglichen Infektion mit COVID-19, da bei Williams Antikörper gegen den SARS-CoV-2-Erreger nachgewiesen wurden. Die Antikörper in seinem Blut sollen mutmaßlich von der Infektion stammen und nicht infolge der Impfung gebildet worden sein. Eine offizielle Todesursache gibt es jedoch noch nicht. Threlkeld zufolge müsse man noch Informationen zu dem Fall sammeln, es stehe noch die Autopsie aus:

"Wir wollen sicher sein, dass es keinen Hinweis darauf gibt, dass es an diesem Punkt eine Beziehung zum Impfstoff gibt."

Dem Mediziner zufolge sei es schwierig, Schlussfolgerungen zu einem Phänomen in irgendeine Richtung zu machen, über das noch nirgendwo berichtet wurde. Bisher seien laut Threlkeld keine Fälle bekannt, in denen das Syndrom nach der Impfung aufgetreten ist. Er wies darauf hin, dass bisher mehr als 33 Millionen Menschen in den USA geimpft wurden, und in keinem Fall wurde über diesen Prozess berichtet. Bisher soll das Syndrom nur infolge einer natürlichen COVID-19-Infektion aufgetreten sein. Aus Berichten an die Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention seien bisher lediglich 27 Fälle bekannt, in denen Erwachsene in den USA ein multisystemisches Entzündungssyndrom erlitten.

Threlkeld, andere Ärzte und auch die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention arbeiten laut Daily Memphian daran, sicherzustellen, dass es keinen Hinweis auf einen Zusammenhang mit dem Impfstoff gibt. Threlkeld wies darauf hin, dass es bald mehr Leute geben werde, die sowohl eine COVID-19-Infektion überstanden und auch eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten hätten. Der Mediziner stellte weiterhin klar, dass er mit der Erlaubnis von Williams Familie spreche, die die "Fakten klarstellen wolle". Williams Tod sei zudem kein Grund, sich nicht impfen zu lassen. Die Familie sei interessiert daran, dass man "dies genau berichte und versuche, Leben zu retten", denn dies sei das, was Williams gewollt hätte:

"Ich habe großen Respekt vor der Familie, die wollte, dass wir sicher sind, dass wir die Wahrheit kennen."

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