Nordamerika

Präsident Trump: Biden muss "beweisen", dass seine Stimmen nicht "illegal beschafft" wurden

US-Präsident Donald Trump hat eine frühere Aussage präzisiert, wonach er das Weiße Haus verlassen und einen Übergang ermöglichen werde. Sein Herausforderer Joe Biden müsse "beweisen", dass dessen Stimmen "nicht illegal" beschafft wurden.
Präsident Trump: Biden muss "beweisen", dass seine Stimmen nicht "illegal beschafft" wurden© ERIN SCOTT

US-Präsident Donald Trump hat Joe Biden gewarnt, dass er nur dann Präsident werden könne, wenn er "beweise", dass seine Stimmen bei der Wahl 2020 "nicht durch Betrug erlangt wurden". Damit präzisierte Trump eine frühere Aussage, wonach er einem geordneten Übergang zugestimmt hatte. Auf Twitter schrieb er:

Biden kann nur dann als Präsident ins Weiße Haus einziehen, wenn er beweisen kann, dass seine lächerlichen '80.000.000 Stimmen' nicht auf betrügerische oder illegale Weise erlangt wurden. Wenn man sieht, was in Städten wie Detroit, Atlanta, Philadelphia und Milwaukee geschehen ist, massiver Wahlbetrug, er hat ein großes unlösbares Problem!

Nach den veröffentlichten Zahlen hat Biden sowohl eine Mehrheit im Wahlmännergremium als auch bei den abgegebenen Stimmen insgesamt. Trump weigerte sich bisher, dies anzuerkennen, und versuchte stattdessen zu beweisen, dass illegale Stimmen in mehreren Bundesstaaten zum – vermeintlichen – Sieg seines Gegners geführt hatten. Ebenso wurden durch sein Team mehrere Klagen angestrengt – allerdings mit wechselndem, teils ausbleibendem Erfolg.

In den umkämpften Bundesstaaten Pennsylvania, Michigan, Wisconsin, Georgia und Arizona wurden zuletzt mehrere Wahlkampfklagen abgewiesen oder zurückgezogen. In den noch offenen Verfahren geht es teilweise um nur wenige Tausend Stimmen, wobei es unwahrscheinlich ist, dass das Ergebnis noch kippt, teilweise aber auch um die Rechtmäßigkeit des Wahlprozesses selbst.

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