Nordamerika

Donald Trump und Andrew Cuomo streiten um Corona-Impfkampagne in New York

Nach Angaben von Donald Trump soll ein SARS-CoV-2-Impfstoff bereits bis April allen US-Bürgern zugänglich sein. Eine Ausnahme sieht der amtierende US-Präsident bei New York. Gouverneur Andrew Cuomo dementiert seinerseits die Vorwürfe des Republikaners scharf.
Donald Trump und Andrew Cuomo streiten um Corona-Impfkampagne in New YorkQuelle: AFP © JIM WATSON

Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat auf einem Briefing am Freitag verkündet, dass der von Pfizer und der deutschen Firma BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff "sehr, sehr schnell" in den USA zugelassen werden solle. Der für das Impfprogramm zuständige Regierungsvertreter Moncef Slaoui sagte bei dem gemeinsamen Auftritt mit dem Republikaner im Weißen Haus, dass die Regierung bereits im Dezember rund 20 Millionen der 330 Millionen Menschen im Lande impfen lassen wolle. Im Januar und den Folgemonaten werde man dann jeweils etwa 25 bis 30 Millionen impfen.

Zugleich teilte Trump mit, dass man das Vakzin zunächst nicht in den Bundesstaat New York liefern werde. Der demokratische Gouverneur Andrew Cuomo traue der Regierung in Washington nicht und wolle das Mittel separat prüfen:

Wir werden es also erst nach New York liefern, wenn wir die Genehmigung dazu haben.

Der Republikaner kritisierte Cuomo damit für dessen Ankündigung vor einigen Wochen, einen zugelassenen Impfstoff von eigenen Experten auf dessen Sicherheit prüfen zu lassen. Cuomo hatte dies mit Bedenken begründet, dass Trump ein Präparat für politische Zwecke nutzen und vorzeitig an die Bevölkerung verteilen könnte.

Nach Trumps Auftritt versicherte der Gouverneur jedoch dem Fernsehsender CNN, dass ein SARS-CoV-2-Impfstoff in New York nicht später zugelassen werde als im Rest des Landes. Es werde keine Verzögerung geben. Die Untersuchung des New Yorker Expertengremiums finde zeitgleich statt:

In erster Linie wird er glücklicherweise nicht mehr im Amt sein. Was der Präsident gesagt hat, ist nicht wahr.

Die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James drohte inzwischen damit, die Bundesregierung zu verklagen, falls der Bundesstaat vorläufig keine Impfdosen erhalten sollte.

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(rt/dpa)