Nordamerika

"Alle Demokraten ausschalten": Mann droht bei Biden-Sieg mit Massaker

Polizeibeamte haben in Los Angeles am Freitag einen Mann in Gewahrsam genommen, der in einem Video damit gedroht haben soll, er werde töten, falls Joe Biden die Wahlen gewinnt. Die US-Bundesstaaten sind in höchster Alarmbereitschaft.
"Alle Demokraten ausschalten": Mann droht bei Biden-Sieg mit MassakerQuelle: www.globallookpress.com © Chuck Liddy

US-Präsident Donald Trump und dessen Herausforderer Joe Biden liefern sich ein knappes Rennen. Viele Orte haben Vorkehrungen getroffen und beispielsweise Läden mit Brettern verbarrikadiert. Polizisten zeigen eine verstärkte Präsenz. Es wurden bereits mehrere Vorfälle gemeldet, darunter auch ein geplanter Anschlag auf ein Kongresszentrum in Philadelphia und eine Bombendrohung in Pennsylvania. 

Im östlichen Teil von Los Angeles wurde ein Mann in Gewahrsam genommen, der mit einem Massaker gedroht hatte. Näheres über den Festgenommenen ist nicht bekannt.

Er habe in einem inzwischen gelöschten Instagram-Video gedroht: 

Wenn Biden reinkommt, werde ich einfach wie ein Schulschütze vorgehen und all diese Demokraten ausschalten. 

Die örtliche Polizei durchsuchte dessen Haus. Er soll nicht formell verhaftet worden sein, sondern nur in Gewahrsam genommen. 

FBI-Sprecherin Laura Eimiller kommentiert das Geschehen: 

Das FBI ist sich der gemeldeten Bedrohung bewusst, und wir arbeiten mit unseren Partnern zusammen. Der Fall wird derzeit von Staatsbeamten bewertet. Die Regierung hat zu diesem Zeitpunkt noch keine Verhaftung vorgenommen oder Anklage erhoben. 

Die Supermarktkette Walmart räumte aus Angst vor Unruhen Waffen und Munition aus den Verkaufsräumen. Auf Anfrage jedoch sind sie weiterhin erwerbbar. Die Zahl Waffen in privaten Haushalten liegt bei rund 393 Millionen (Small Arms Survey). Allein in diesem Jahr kauften fünf Millionen US-Bürger ihre ersten Waffen. 

Schlafentzug in Wahlnacht 

Auch am Samstagmorgen gibt es noch keinen klaren Sieger. Nach der Wahl am Dienstag werden weiterhin Stimmen ausgezählt. Daten eines in Finnland entwickelten Gesundheitsgeräts ergaben, dass US-Bürgern in der Wahlnacht 138 Millionen Stunden Schlaf verloren gingen. Der "Oura Ring" wird, wie der Name vermuten lässt, am Finger des Benutzers getragen. Er verfolgte auch schnellere Herzfrequenzen. Die Nutzer berichteten von mehr Stress und Angst als normal in dieser Zeit. 

Biden, der Kandidat der Demokraten, liegt vor US-Präsident Trump. Es werden 270 Wahlleute benötigt, um die Wahlen für sich zu entscheiden. Trump fordert ein Ende der Auszählungen. Angesichts der COVID-19-Pandemie entschieden sich mehr Wahlberechtigte als sonst für eine Briefwahl. Sollte Biden gewinnen, bleibt Trump bis zum 20. Januar Präsident der Vereinigten Staaten. 

Am Mittwoch noch führte Trump mit rund 700.000 Wählerstimmen. Seit Freitagabend liegt sein Kontrahent Biden in Führung. Sollte der Unterschied zwischen den Stimmen für Biden bzw. Trump am Ende nur 0,5 Prozent betragen, muss eine Neuauszählung stattfinden. 

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