Nordamerika

Video: "Synagoge des Satans" – antisemitische Parolen bei BLM-Protest in Philadelphia 

Während der Proteste gegen Polizeigewalt in Philadelphia hat eine Gruppe von Demonstranten offenbar drei Juden beleidigt. Die jüdischen Teilnehmer der Protestkundgebung wurden gezwungen, die Veranstaltung zu verlassen. Das Geschehene rief öffentliche Kritik hervor.
Video: "Synagoge des Satans" – antisemitische Parolen bei BLM-Protest in Philadelphia Quelle: AFP © SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Ein Video, das sich am Mittwoch in den sozialen Medien wie ein Lauffeuer verbreitet hat, zeigt eine kleine Gruppe von Demonstranten, die drei junge Männer mit Kippa beleidigt und körperlich attackiert. Die Angreifer behaupten, die jungen Männer seien keine echten Juden, es sei nicht ihr Kampf. Einer der Männer antwortet darauf, dass sie einfach ihre Solidarität zeigen möchten. Die jungen Männer wurden daraufhin aggressiv gezwungen, die Kundgebung zu verlassen. Zum Abschied schreit ein Demonstrant noch "Offenbarung 2, 9 – Synagoge des Satans" und nimmt damit offenbar auf eine Bibelstelle Bezug.

Biblische Hinweise und andere Bemerkungen sind für die sogenannte schwarz-hebräische israelitische Bewegung typisch. Die Bewegung geht davon aus, dass Afroamerikaner die wahren Nachkommen der alten Israeliten seien. Allgemein wird die Gruppe als antisemitisch angesehen, sie ist in Philadelphia präsent und predigt gelegentlich auch auf den Straßen in der Stadt.

Das minutenlange Video hat Empörung in der jüdischen Gemeinde ausgelöst. Yaacov Behrman, PR-Vertreter der bekannten orthodoxen Organisation Chabad-Lubavitch, kommentierte den Vorfall so:

Das muss von allen verurteilt werden!

Das Simon Wiesenthal Center, eine jüdische, politisch tätige Internationale Nichtregierungsorganisation mit Hauptsitz in Los Angeles, verurteilte das beredte Schweigen der Politiker und der Medien.

Liora Rez, Direktorin der Überwachungsgruppe Stop Anti-Semitism, erklärte ebenfalls im Interview mit dem Jewish Journal:

Dieser physische und verbale Angriff ist wie uns ins Gesicht zu spucken, und wir fordern, dass dies von Menschen wie Al Sharpton, Jesse Jackson und von NAACP angesprochen wird. Wir haben genug Spaltung in diesem Land, die afroamerikanischen Leitfiguren müssen dies sofort verurteilen und anprangern!

In den USA brodelt es seit Ende Mai landesweit. Die Proteste waren durch die Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in der Stadt Minneapolis ausgelöst worden. Bei den Protesten der "Black Lives Matter"-Bewegung kam es immer wieder auch zu gewalttätigen Ausschreitungen. Philadelphia gilt als eine Hochburg der Demonstrationen.

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