Nordamerika

Twitter unterzieht Donald Trump erstmals Faktencheck: US-Präsident empört sich wiederum auf Twitter

Donald Trump wird ein freimütiger Umgang mit der Wahrheit nachgesagt. Nun wird er in seinem Lieblingsmedium Twitter erstmals mit einem Faktencheck konfrontiert. Der US-Präsident empört sich über eine angebliche Unterdrückung der Redefreiheit – natürlich auf Twitter.
Twitter unterzieht Donald Trump erstmals Faktencheck: US-Präsident empört sich wiederum auf TwitterQuelle: Reuters © Jonathan Ernst

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat erstmals einen Tweet von US-Präsident Donald Trump einem Faktencheck unterworfen – und ihm ein negatives Zeugnis ausgestellt. Der Republikaner hatte behauptet, dass die Briefwahl dem Wahlbetrug Vorschub leisten würde. Das Unternehmen ergänzte diesen Tweet daraufhin um einen Link mit dem Hinweis: "Erfahren Sie die Fakten über Briefwahl". Der Link führte zu einer Seite, in der Donald Trumps Behauptungen als "unbegründet" zurückgewiesen wurden.

Der Twitter-Faktencheck berief sich auf den Sender CNN, die Zeitung Washington Post und weiterer Experten. Es hieß unter anderem, Donald Trump behaupte fälschlicherweise, dass Kalifornien Briefwahlunterlagen an alle Personen in dem Bundesstaat schicken würde, "unabhängig davon, wer sie sind oder wie sie dorthin gelangt sind". Tatsächlich aber würden nur registrierte Wähler Briefwahlunterlagen erhalten. Unbegründet sei auch Donald Trumps Aussage, wonach eine Briefwahl zu "einer manipulierten Wahl" führen würde.

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Twitter-Sprecher Nick Pacilio bestätigte, dass es der erste Faktencheck eines Tweets von Donald Trump gewesen war. Der US-Präsident reagierte umgehend – natürlich auf Twitter. Er warf dem Kurznachrichtendienst am Dienstagabend (Ortszeit) vor, sich in die Präsidentschaftswahl einzumischen: 

Twitter unterdrückt die Redefreiheit völlig, und ich als Präsident werde das nicht zulassen.

Twitter ist Donald Trumps wichtigstes Sprachrohr, weil er sich damit direkt an Millionen US-Amerikaner wenden kann. Dem US-Präsidenten folgen auf Twitter mehr als 80 Millionen Menschen. Der Kurznachrichtendienst ist wiederholt in die Kritik geraten, weil er nicht gegen falsche, irreführende oder beleidigende Tweets des US-Präsidenten vorgeht.

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(dpa/rt)

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