Meinung

Ukraine: Blut-Kredit – EU-Parlament will mehr Krieg

Während die geopolitische Schwächung, gar Zerstörung Russlands, auf die der kollektiven Westen durch die stete Verlängerung des Kriegs in der Ukraine spekuliert, weiter ungewiss bleibt, generiert der 90-Milliarden-Kredit der EU für Kiew sicheren und blutigen Profit – nicht nur in der westlichen Rüstungs-, sondern auch der deutschen Prothesenindustrie.
Ukraine: Blut-Kredit – EU-Parlament will mehr KriegQuelle: Legion-media.ru © Ardan Fuessmann

Von Uli Gellermann

Die gefährliche Marionette an der Spitze der reaktionären Ukraine, Wladimir Selenskij, stellt Forderungen: Die Ukraine soll zu einem bestimmten Datum Mitglied der Europäischen Union werden. Selenskij wurde im Mai 2019 unter speziellen Bedingungen zum ukrainischen Präsidenten gewählt. Florian Hassel von der Süddeutschen Zeitung analysierte diese Wahl am 22. April 2019 so: Selenskijs Aufstieg sei Ausdruck des "kranken ukrainischen Systems, er war nur möglich, weil ukrainische Medien von Oligarchen dominiert werden, die bestimmen, wer in ihre Fernsehsender kommt – und wer nicht".

Ein krankes System

Dieser "Ausdruck eines kranken Systems" wurde lange im Westen heiliggesprochen, weil er in dessen Kampf gegen Russland nützlich erschien. Von Beginn an waren es die Interessen an den ukrainischen Rohstoffen und die militärische Lage des Landes als Rampe für einen Krieg gegen Russland, die die Ukraine so wertvoll machte. Natürlich kann der Ukrainekrieg – der Krieg gegen Russland – nicht gewonnen werden. Aber die Rüstungsindustrie des Westens macht Gewinne ohne Ende. Jeder Tote ist eine Freude für den militärisch-industriellen Komplex, jede Leiche ist ein prima Beitrag zur Profitmaximierung.

Widerliches Vergnügen der Aktionäre

Damit das widerliche Vergnügen der Aktionäre weiter gefüttert wird, hat das EU-Parlament jetzt einen Milliardenkredit für die Ukraine gebilligt: 90 Milliarden zahlen die Steuerzahler für eine Kriegsmaschinerie, für weitere Leichen, für noch mehr Kriegskrüppel, den Verwesungsgeruch, der über Europa weht. Zu den zivilen Opfern dieser Profit-Rallye zählen die Bettler, die Arbeitslosen, die Müll-Taucher und Pfandflaschen-Jäger. Denn was die Mörder-Industrie bekommt, das wird den Bedürftigen gestohlen. Im Jahr 2024, sagt die KI, "waren rund 21 % der EU-Bevölkerung (etwa 93,3 Millionen Menschen) von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Dies umfasst Einkommensarmut, erhebliche materielle Entbehrung oder das Leben in Haushalten mit sehr geringer Erwerbsintensität. Besonders betroffen sind Frauen, junge Erwachsene (15-29 Jahre)."

Zahl der Amputationen

Die Zahl der Amputationen ist beeindruckend: Schätzungen gehen von 20.000 bis über 100.000 Menschen (Soldaten und Zivilisten) aus, die seit Beginn des Ukraine-Kriegs ihre Gliedmaßen verloren haben. Einige Berichte sprachen bereits Mitte 2024 von schätzungsweise 60.000 verletzten ukrainischen Soldaten, die Prothesen benötigen.

Die kaltblütige KI  zu den Krüppeln

"Der europäische Markt für künstliche Gliedmaßen wird auf über 2,5 Milliarden USD im Jahr 2025 geschätzt und wächst stetig weiter. Der Markt für Roboterprothesen in Europa wird bis 2032 voraussichtlich 945 Mio. USD überschreiten." Es ist doch schön, dass außer der Rüstungsindustrie weitere private Unternehmen am Krieg verdienen. Der weltweit führende Prothesen-Konzern ist die deutsche Ottobock SE & Co. KGaA. Die Kommanditgesellschaft ist im Besitz der Familie Näder, deren Sippenchef Max Näder Mitglied während seines Studiums Teil des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) war und während des Zweiten Weltkriegs am Afrikafeldzug teilnahm. So ist der Tod der Vielen eine Quelle des Reichtums der Wenigen.

Oligarchen im Kostüm der Freiheit

Schon neunundsechzigmal wurde seit 2008 der ukrainische "Orden der Freiheit" verliehen. Tatsächlich hat eine dünne Schicht von Oligarchen unter dem Deckmantel der Freiheit versucht, die Ukraine in die NATO zu führen; in jene Organisation, die mit ihren blutigen Kriegen im Interesse der USA immer wieder versuchte und versucht, die Völker der Welt zu unterdrücken. Dafür gibt es gern buntes Metall als Ersatz für jene echte Freiheit, die den Menschen in eine friedliche Nachbarschaft führt.

Der Beitrag wurde zuerst am 13. Februar 2026 auf der Website www.rationalgalerie.de veröffentlicht.

Uli Gellermann ist Filmemacher und Journalist. Seine Erfahrungen mit den öffentlich-rechtlichen Sendern begründen seine Medienkritik. Er ist Betreiber der Internetseite Rationalgalerie.

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