
FDP in der Dauerkrise: Strack-Zimmermann greift nach Parteivorsitz

Nach den verlorenen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz soll die Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann Parteichef Christian Dürr das Misstrauen ausgesprochen und sich selbst als Parteovorsitzende ins Spiel gebracht haben.
Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf Teilnehmer eines Treffens am Montagvormittag im FDP-Präsidium, bei dem Strack-Zimmermann angeboten haben soll, als Teil einer Doppelspitze den Parteivorsitz zu übernehmen. Demnach sagte die Ukraine-Hardlinerin, sie stehe für das Vorsitzenden-Amt an der Seite einer zweiten Person zur Verfügung.

Bislang sieht das FDP-Statut die Bildung einer Doppelspitze nicht vor. Allerdings liegt laut Spiegel ein entsprechender Antrag für den Bundesparteitag Ende Mai vor.
Weder Parteichef Dürr noch Generalsekretärin Nicole Büttner haben bislang zu Erkennen gegeben, freiwillig auf ihre Ämter verzichten zu wollen. Sie hatten die Führung der Partei vor zehn Monaten übernommen, nachdem die FDP aus dem Bundestag ausgeschieden war.
Doch die Liberalen kommen nicht aus dem Krisenmodus. Nachdem die FDP vor zwei Wochen in Baden-Württemberg erstmals den Wiedereinzug in den Landtag verpasst hatte, flog sie am Sonntag auch aus dem Landtag von Rheinland-Pfalz – und damit aus der Landesregierung. Nur noch in Sachsen-Anhalt sind die Liberalen an einer Regierung beteiligt, während sie in 10 von 16 Landesparlamenten nicht mehr vertreten sind.
Für einen Wechsel an der Parteispitze zeichnet sich bisher keine Mehrheit ab. Neben Rüstungslobbyistin Strack-Zimmermann gilt der Parteivize und nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne als möglicher Kandidat. Parteivize Wolfgang Kubicki hat bislang kein Interesse zu erkennen gegeben, die Liberalen als Parteichef aus der Krise führen zu wollen.
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